Typ 43 sind noch nicht rostresistent und haben noch keinen Allrad-Antrieb                  aber: sie sind kantig und schön.
            Man könnte sagen: charaktervoll :-)
  Auch ist die Technik grundsolide,
         
               und als 4-Zylinder sind sie sogar ökonomisch und
  können leicht mit geregeltem Katalysator nachgerüstet werden.   Außerdem sind die ersten Jahrgänge schon Oldtimer
 
über den genialen Klang des 5-Zylinders wollen wir jetzt gar nicht reden..
      
       
   
  weiß mit milchkaffeebraun; naja, vielleicht wird der schwarz ;-)   5 auf einen Streich sieht man nicht alle Tage ... :lol:
   
  ... und noch mehr Kupfer ...   fehlt eigentlich noch ein goldener ..

Grund genug, einige schöne Exemplare auf die Straße zurückzuholen !
und diejenigen, die als Alltagsfahrzeuge gefahren werden, der Umweltverträglichkeit halber, mit LPG zu betreiben, wie bereits einige andere ...
Eine Übersicht der Restaurationsobjekte, darunter auch einige Väter der 43er und ein Neffe, gibts hier



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t h e   s t o r y

das Vorspiel
31.7.2008

Wie der Mensch auf Ideen kommt, verrückte zumal, ist bekanntlich nicht bekannt. Bekannt ist wohl, daß dies dazu neigt, sich zuweilen zu ereignen - manchmal werden daraus auch Geburtstagsgeschenke, und seien es selbstgemachte ... :lol:



Diesmal war es dran, einen der seltenen Audi 100 Typ 43 Avant (laut Kraftfahrtbundesamt sind noch 122 Exemplare in Deutschland zugelassen) wieder aus dem verborgenen Sammlungsdasein ins richtige Leben zurückzurufen (siehe oben), was auch problemlos möglich war. Mittlerweile mit geregeltem Kat und grüner Plakette nachgerüstet, unterscheidet ihn nichts gravierendes von anderen Alltagsfahrzeugen - außer vielleicht seiner außerordentlichen Linienführung ...

Event 0
3.10.2008

In einer Automobilbörse stehen aus Sammlungsauflösung 5 43er zum Pauschalpreis zum Verkauf. Tatze drauf, haben ... :lol:


Event 1

11.10.2008

Abholen des ersten Invasors

Wir waren am 11.10. zu dritt in Magdeburg und haben den ersten Typ 43 5S abgeholt, ein seltenes Exemplar mit Zusatzinstrumenten und Vinyldach, dazu einen gut erhaltenen VW Santana

Event 2
14.10.2008
Noch einer ...

In einem bekannten Internet-Auktionshaus (welches wohl ..) steht ein weiterer silberner 43er 5S GL zum Sofortkauf bereit, siehe oben. Her damit ... :lol:

Event 3
13.10.2008
Werkstattcheck, Car Wash und Polish des ersten 5S

Der Werkstattcheck des ersten, inarissilbernen Invasors ergab kleinere Mängel:
- Kupplung "used up"
- Schaltgestänge lose
- Vorschalldämpfer defekt
- Lenkung leicht undicht
Die genauere Inspektion des Lacks beim Waschen und maschinellen Polieren zeigt viele auf den Flächen verteilten Roststellen, wie sie - typischerweise nach einem unbehandelten Kontakt mit einer Ladung Kies auftritt. Das heißt, wenn er richtig schön werden soll: Lackierung !
Nach Aussage der checkenden Werkstatt ist der Wagen "für den Typ und das Alter" bzgl. Unterboden in einem erstaunlich guten Zustand.

Event 4
14.10.2008
Werkstattcheck, Car Wash des Santana

Auch der Santana ist karrosseriemäßig in einem erfreulich guten Zustand, technisch ebenfalls; die gefundenen Mängel sind sehr überschaubar. Zu machen sind:
- Reifen "used up"
- Achsmanschetten
- Endtopf
- Bremsklötze vorn
Bei der Überführung war aufgefallen, daß das Umschalten von der ersten in die zweite Stufe des Registervergasers nicht reibungsfrei läuft; erfahrungsgemäß könnte die Unterdruckdose defekt sein. Ansonsten macht der 1,8 l Motor (MKB DS) mit 90 PS in dem leichten Santana doch einigen Spaß ! Aus dem Audi 100 Typ 44 und dem Audi Coupe Typ 81 ist er ja bestens bekannt und beliebt !

15.10.2008
Transport per Trailer

Über die Anfrage auf myhammer.de geht das Angebot ein, die anderen vier 43er für 450 Euro von Magdeburg nach Essen zu bringen. Da braucht es kein großes Überlegen :-) zumal sich der Typ 44 Avant 2.3, der als Zugfahrzeug für eine Einzelabholaktion gedacht war, kurzfristig mit Mengenteilerdefekt krank gemeldet hat :lol:
Derweil zeigt die Recherche nach ersten Ersatzteilen wie Vorschalldämpfer, Kupplung,.. , daß diese Teile teils recht preiswert zu beschaffen sind. Schwieriger bis prekär sieht die Situation allerdings im Bereich Reparaturbleche aus !! Informationen zu deren Beschaffung sowie Angebote werden gerne entgegengenommen !

18.10.2008
noch mehr Kupfer ..

Auf einen bei Ebay angebotenen kupferfarbenen 5S hatte ich spaßeshalber mal ein Taschengeld geboten, wurde aber letztlich (natürlich) überboten. Nun erhielt ich die Nachricht, daß der gewinnende Bieter den Wagen wegen Urlaubs erst zu spät abholen kann und der Anbieter ihn dem Bieter des nächsthöchsten Gebots anbietet. Tatze drauf ... !

20.10.-24.10.2008
Vorarbeiten und Verzögerungen

Da ein oder zwei der Invasoren nicht auf eigener Achse überführt werden können, rüste ich meinen Typ 44 Avant 2.3 mit Anhängerkupplung aus. Zur Eintragung der Auflastung auf 1800 kg Anhängelast ist es leider erforderlich, einen verstärkten Kühler nebst Lüfter zu verbauen. Für den Fall, daß dies nicht fristgerecht fertig wird, lasse ich auch gleich noch beim Mercedes W123 Coupe eine AHK verbauen, die bis 1900 kg aufgelastet werden kann. Ein wenig Redundanz kann ja nicht schaden ;-) Der Trailer mit 4 43ern, der für den 22.10. angekündigt war, muß verschoben werden, da die Zugmaschine des Transportunternehmens einen Getriebeschaden hat. Die Aktion ist nun für den 25.10. geplant ... Die Abholung der beiden anderen Invasoren aus Norddeutschland und dem hintersten Osten Deutschlands ist nun für das erste November-Wochenende geplant.

26.10.2008
Verzögerungen durch Unzuverlässigkeit !

Es gibt Dinge, mit denen man eigentlich nichts zu tun haben möchte. Dazu gehört sicherlich auch Unzuverlässigkeit von Geschätfpartnern... An dieser Stelle muß ich nun feststellen, daß der Transportunternehmer, der über myhammer.de den Transport der letzten 4 Invasoren aus Magdeburg angeboten hat, die getroffene Vereinbarung, die Autos an diesem Wochenende in Magdeburg abzuholen und hier anzuliefern, nicht erfüllt hat (weder das eine noch das andere ist geschehen) und sich seit einigen Tagen in Nicht-Erreichbarkeit versteckt ! Grrrr... !!!

30.10.2008
Planung, Planung, Planung,..

Der erste Wagen hat nun AHK und ist aufgelastet auf 1800 kg Anhängelast: das Raumschiff !
Morgen soll noch Onkel Berts AHK fertig werden und die Auflastung auf 1900 kg eingetragen werden. Dann haben wir erst einmal genügend Zugmaschinen :-)
Für Samstag und Sonntag ist ein Trailer gemietet, um je einen Invasor aus der Gegend bei Bremen und aus dem tiefsten Deutschen Osten zu holen. Die erste Tour dürfte, was die Entfernung betrifft, ein mittlerer Spaziergang werden, die zweite macht man nicht freiwillig an einem Tag zweimal - außer man ist ein wenig verrückt .. :lol:

31.10.2008
Hürdenlauf

Nachdem ich vor einer Woche die Anhängerkupplung am Raumschiff montiert und mit Ingo zusammen in einer bis 02.30 Uhr dauernden Abendaktion die elektrikschen Anschlüsse dazu installiert hatte, habe ich mich an zwei verschiedene Garagen gewandt und gefragt, ob zeitliche Kapazitäten vorhanden wären, den Verbau einer Anhängerkupplung für Onkel Bert (meinen C123) bzw. den Verbau eines verstärkten Kühlers und eines Ölkühlers für das Raumschiff vorzunehmen. Beide signalisierten Zustimmung. Kurz vor Endes des heutigen Arbeitstages und damit des letzten Tages vor den beiden Touren nach Neerstedt und Seifhennersdorf, einem der östlichsten Punkte unserer Republik, sieht es so aus, daß keins der beiden Projekte abgeschlossen ist. Weder ist Onkel Berts Stoßstangenanbau bisher fertig geworden noch ist das Raumschiff völlig aufgerüstet. Für den Anschluß des Ölkühlers fehlen noch zwei schwer zu beschaffende 18/18 Grobgewinde-Doppelnippel, die von Audi nicht geliefert werden können, da die Teilelisten keine Maße enthalten. Der Originalzustand war leider auch nicht wiederherstellbar, so daß als alleinige Lösung übrig blieb, irgend zwei verfügbare Doopelnippel in Größen 18/x zu nehmen und jeweils am Ende zuzuschweißen, damit die Öffnungen am Ölfilterflansch verschlossen werden konnten, um die vorbereitete Aktion mit bereits gemietem Anhänger und wartertenden Verkäufern nicht noch am letzten Tag absagen zu müssen,...


Spazierfahrt im Regen

Verglichen mit der Aktion, die uns morgen, am 2.11. bevorsteht (wo bitte ist Seifhennersdorf ?? - im östlichsten Zipfel der Republik ...), war es heute fast eine Spazierfahrt, auch wenn dem Himmel nichts anderes einfiel als zu regnen - nun gut, es ist auch Allerheiligen - und es doch 18.00 geworden ist, bis wir wieder da waren mit unserer Beute:



Die Beute ist ein kultig-kupferfarbener 5S mit dreimal dürft Ihr raten: koralle-Innenausstattung, leider in nicht ganz so gutem Zustand, wie man es sich wünschen würde. Die Karosserie scheint, soweit es erkennbar war, in relativ gutem Zustand zu sein und als optischen Teaser hat er, wie auch schon der Gefährte, die Türgriffinnenschalen :-)
Jedenfalls war das unsere erste Fahrt mit Beute auf einem Trailer und ich würde sagen, weil das Raumschiff so brav war, hat es sich eine Extraportion Kekse verdient ...

Nebel der Geschichte
Die heutige Fahrt in die geschichtsträchtige und nebelverhangene Region Sachsens kurz vor der tschechischen Grenze (genau gesagt 700 Meter davor) war schon auf der Karte als unvergleichlich länger erkennbar als die gestrige, aber natürlich muß man 650 km hin und 650 km zurück im Hängerbetrieb an einem Tag für machbar halten - sonst würde man es ja gar nicht erst versuchen :lol:
Nach einem lockeren Start um 7.30 und abgesehen von Tankstopps (gas-tankstellen.de sei Dank !) pausenloser Fahrt mit Ankunft nach 16.00 Uhr vor Ort war klar, daß wir doch recht spät ins Bett kommen würden ... Schließlich hatten wir im (leeren) Hängerbetrieb (ein Leichtgewicht von nur 500 kg) die Kasseler Berge aus einer neuen Perspektive sehen gelernt und fragten uns, wie es wohl auf der Rückfahrt bei einem Gesamtgewicht des Gespanns von deutlich über 3 Tonnen mit der Leistungsfähigkeit und Standfestigkeit des Raumschiffs aussehen würde. Glücklicherweise hatte sich schon gestern der Trailer als gut gewartet und gedämpft erwiesen, so daß uns fahrwerksseitig wenigstens keine Überraschungen erwarten würden. Allein das Gewicht und die Berge ...
Schon auf den ersten Metern der Rückfahrt vom Dorf, in dem der Wagen abzuholen war, zurück zur Autobahn wurde klar, daß es eine völlig andere Nummer werden würde als die Abholung aus dem norddeutschen Flachland gestern ! Laaaaanges Durchziehen des 2. Ganges und 3. Ganges und häufiger Blick auf die Kühlmitteltemperaturanzeige bestimmten ab jetzt die Fahrt...
Glücklicherweise hatte ich vor Verbau und Abnahme der AHK einen geforderten "verstärkten Kühler und Lüfter" verbaut - und tatsächlich, obwohl es viele Autobahnberge gab, an denen Zurückschalten in den 3. Gang erforderlich wurde und einige Mal sogar in den 2. Gang bei Tempi um 42 - 45 km/h :lol: zeigte die Kühlmitteltemperatur nie mehr als 95 Grad, was nicht ein einziges Mal den großen Turbopropeller anspringen ließ (schließlich ist jetzt die Kühleinheit aus dem frühen KG-Turbo verbaut) !
Für die Fachleute: der Anschluß des bereits nachträglich verbauten Ölkühlers war ja in letzter Minute an zwei bei VAG bestellen Doppelnippeln gescheitert, die einseitig einen falschen Durchmesser besaßen :-(
Insgesamt erwies sich das Raumschiff mit dem NF (Motor) als zwar für Gebirgsfahrten mit über 3 Tonnen Gewicht untermotorisiert, aber problemlos und standfest. Der Hänger war dank guten Augenmasses beim Aufladen des Wagens bzgl. der Lastverteilung vorn-hinten fast nur als Bremskraft zu spüren, beeinträchtigte aber das Fahrverhalten als solches so gut wie gar nicht :-) Schwächen wurden erst in engen und stark abfälligen Autobahnkurven bei bereits stark überhöhtem Tempo sichtbar ... :lol:
Gut funktioniert hat auch die Versorgung mit Gas (LPG) dank einer mitterweile auf deutschlandweit über 4300 Tankstellen angewachsenen Flächenabdeckung, darunter etliche 24-h-EC-Karten-Tankstellen; lediglich den Verbrauch im 3-Tonnen-Betrieb hatte ich nicht richtig eingeschätzt, er lag in den topographisch interessanten Regionen bei 18 - 19 l LPG / 100 km, was aber immer noch deutlich günstiger war als ein freundlicherweise angebotener Turbodiesel-Kleintransporter mit Verbräuchen um 14 l Diesel gewesen wäre ;-) und emissionsärmer sowieso :lol:
Alles in allem keine Aktion, die ich jeden Monat haben muß, aber wenn die Technik verläßlich ist, eine problemlos machbare, zumindest für Leute, die nach 20 Stunden Fahrt noch genügend Präsenz am Steuer besitzen !

Jetzt wartet der neue Invasor auf den Eingangscheck in meiner Lieblingswerkstatt, die ihm, wie ich denke, in Übereinstimmung mit unserer gestrigen Inaugenscheinnahme bei ausklingendem Tageslicht eine recht gute Karosseriesubstanz attestieren dürfte :-)
Gemeinerweise hatte der sehr nette Verkäufer noch einen gut erhaltenen 200 5T in einer sehr interessanten Farbe dort stehen; aber darüber denken wir jetzt besser nicht nach sondern genießen wir lieber die Kombination aus ungewaschenem Weiß und hell-Milchkaffee-Braun mit Lüftungsschachtauspuff ... :lol:








Bedrohliches Halbwissen
Ich hab dann gerade die beiden Invasoren auf die Bühne nehmen lassen, die wir am Wochenende geholt haben. Beide sind von unten in relativ gutem Zustand bis auf, daß einer von beiden ein größeres Loch im Unterboden relativ weit vorn links aufweist, kurz vor dem Übergang zum Längsträger :-(
Die Aussage der Pragmatiker in der Werkstatt, zu deren Tagesgeschäft ja das schnelle TÜV-Fertig-Machen mittels aufgepunkteter Bleche gehört, meinten, daß deswegen der Wagen nicht mehr TÜV-fähig gemacht werden könne; Löcher dürften dort nicht geschweißt werden. Der daraufhin konsultierte DEKRA-Prüfer meines Vertrauens dementierte diese Pauschalisierung und sprach davon, daß bei alten Autos, bei denen keine speziellen, hochfesten Bleche eingesetzt wurden, prinzipiell alles reparabel sei. Er meinte sich zu erinnern, irgendwann mal eine Broschüre des TÜV zum Thema fachgerechte Instandsetzung gesehen zu haben, in der erklärt wird, was wo erlaubt ist. Nach diesen Informationen wird jetzt gefahndet .. ;-)
Zwar sind die beiden Neuen optisch nicht top und sollten wohl lackiert werden, aber technisch und karosserieseitig machen sie einen für das Alter recht guten Eindruck; so sind z.B. die hinteren Radläufe fast gar nicht von Rost befallen und die vorderen Federbeindome völlig in Ordnung :-)
Die erkennbaren technischen Mängel halten sich in Grenzen:
Weißer Invasor: Achsmanschette links, Vorschalldämpfer, Endschalldämpfer
Kupferner Invasor: Bremsen v.u.h., Durchrostung Unterboden

Es wird ...
Heute ist die AHK für Onkel Bert als zweites Zugfahrzeug ebenfalls eingetragen worden und gleichzeitig hat sich eine bezahlbare gebrauchte Bühne uns quasi in den Weg geworfen, so daß wir gar nicht daran vorbeigehen konnten :-)

Zugabe, Zugabe,..
Die ständige Verschiebung der Anlieferung der 4 letzten Autos aus Magdeburg wird schon zum running gag, bei dem man geneigt ist .....
Dafür gibt's ein erstes Bild von der (noch abzuholenden, oh Graus... !) Bühne:


the torture never stops ...
Die in der Nähe unserer Lieblingswerkstatt abgestellten, bereits gecheckten beiden Invasoren sind "erwischt" worden - beim unerlaubten Parken im öffentlichen Verkehrsraum. Dankenswerter Weise betreibt die Stadt Essen ja eine Art Gewerbe, das darauf aufmerksam macht, wenn ruhender Verkehr gegen die StVO verstößt, Verkehrsüberwachung genannt. Man mag, böse gedacht, eine Gewinnerzielungsabsicht durch verhängte Ordnungsgelder im Hinterkopf haben, ob sich das aber in größerem Maße ereignet als Kosten verursacht werden, steht dahin - immerhin werden die netten Damen und Herren mit in eigenem Design lackierten Fahrzeugen ausgestattet und bis in den späten Abend hinein quer durch die Stadt geschickt ...
Selbige Truppen haben nun auch - später als von mir erwartet :lol: - die beiden schutzlosen Invasoren angegriffen und mit unzierlichen leuchtfarbenen Aufklebern bematscht, auf denen die Androhung eines kostenpflichtigen Abtransports zu erkennen war :rolleyes: Das bedeutet rasches Handeln ! Glücklicherweise steht für den Transport am Wochenende beim zuletzt genutzten Trailerverleiher noch einer zur Miete bereit.

Hippie-Prokurist ?
Wie passt eigentlich Prokurist und Hippie zusammen ? Ehe hier jemand das vermutete "gar nicht" ausspricht, schaut Euch das an:



Wat nu ? Wer mag sich da entscheiden ??
Immerhin konnte ich mich entscheiden, daß der Opi auch in die Familie gehört :lol:
Natürlich auch nicht in perfektem Zustand, aber eindeutig ein sinnvoller und vermutlich der letzte Schritt vor dem ganz oben auf der Gesuchtenliste stehenden Coupé S :lol:
Abgeholt werden soll der Opi am Nikolaustag, mal sehen, in welchem Sinne sich der Sieger-Charakter (der Name Nikolaus geht zurück auf die griechische Siegesgöttin Nike) zeigen wird. Immerhin hat er schon einen Achtungserfolg errungen in seinem Bestreben, die Zeit zu besiegen :lol:

4 Freunde sollt ihr sein ...
Nun werden die 4 noch anzuliefernden Invasoren vielleicht 'doch schon' am Donnerstag der nächsten Woche angeliefert ;-)


Race with Miss Holle on German Bundesstraße

Eigentlich heißt der Titel von Al di Meola ja "race with the devil on spanish highway" ...
Mittlerweile durfte Onkel Bert - und dann auch noch auf verschneiter Straße - auch mal zeigen, daß er große Jungs abschleppen kann :lol:
Motorisch fand ich die Vorstellung weniger überzeugend als die des Raumschiffs, nicht allein wegen der knapp entenartigen Beschleunigung und der Tatsache, daß im 5. Gang kaum die Geschwindigkeit gehalten werden kann, sondern auch, weil unter diesen Umständen noch stärker als sonst der stark hämmernde Charakter des sehr kurzhubigen Motors zur Geltung kommt !
Was sehr stark auffiel, war, daß mit ein wenig Beladung (die Puffer der Bühne) des Kofferraums das Heck bereits sehr tief liegt und vor allem sehr unruhig im Fahrbetrieb ist. Eine leichte, abrupte Lenkbewegung versetzt das ganze Gespann in längere Schwingung :rolleyes:
Es mag an alten Stoßdämpfern liegen oder schlicht an der Fahrwerksauslegung; derzeit ist jedenfalls das Raumschiff mit Abstand das souveränere Zugfahrzeug !

10
.. scheint teilweise ein Ende zu haben ...

denn für heute ist tatsächlich noch einmal die Anlieferung der 4 Invasoren aus Magdeburg angekündigt; in Magdeburg abgeholt seien sie schon :-)

1
Was lange währt ...

Immerhin gilt es nun für den Transport der 4 Invasoren aus Magdeburg :-)
Gegen Abend trafen die 4 Jungs ein und mußten dann - für heute - "nur" noch eben abgeladen werden. So die Planung.
Daß das anderthalb Stunden dauern würde, hatte ich allerdings nicht geahnt. Es begann damit, daß sich der etwas herabhängende Auspuff des hintersten (und damit zuerst abzuladenden) Invasors beim Rangieren derart zwischen Fahrzeug und Beladeplanke verkeilte, daß es das Fahrzeug ein wenig aufbäumte und nach links aus der Spur schob ! Es blieb also nur der Weg zurück nach vorn, was aber gegen die Steigung des Trailers geschehen mußte. Nach einigen Kraftakten und Tricks - angefangen beim Hochbinden des losen Auspuffs bis zum wiederholten hydraulischen Rein- und Rausfahren des Trailerschwanzes - hatten wir ihn dann tatsächlich wieder soweit in der Spur, daß ich ihn mit Onkel Bert herausziehen konnte... Der nächste Invasor stelle uns mit einem vollständig blockierten Hinterrad auf die Probe. Berechtigt stellt der aufmerksame Leser natürlich nun die Frage, wie der Wagen denn überhaupt in den Trailer hereingekommen sein konnte. Die Schilderung des Fahrers gab sehr verkürzt eine längliche Prozedor wieder, in der der Wagen von einem Bulli seitwärts neben dem Trailer an einem Seil, selbiges des öfteren umgesetzt zwischen den Streben des Trailers, hereingezogen worden war :lol:

Nun, glücklicherweise brauchte ich ja nun nur mit Onkel Bert in den Trailer hereinzufahren und den Wagen herauszuziehen. Der Widerstand des blockierten Hinterrades und die Notwendigkeit feinfühligen Krafteinsatzes - schließlich soll ja keinem ein Bein ausgerissen werden bzw. eine Abschleppöse - kostete vermutlich mehr Kupplung als ich normalerweise in 50.000 km Fahrbetrieb investiere :rolleyes: Zumindest verriet mir das der entstandene Geruch !
Die weiteren beiden Invasoren gingen nun völlig straigth forward mit Onkel Bert herauszuziehen ...
Somit darf ich das heutige alkoholfreie Feierabendbier als gewissermaßen verdient bezeichnen :lol:



12
Und DAS ...



.. kommentiere ich besser nicht :-) Weiß doch jeder, daß es sich um die einzigartige Ansicht eines Coupe S Hecks handelt !
Sonst kommt noch irgendjemand angesichts der zutreffenden Vermutung, ich hätte nun auch so etwas noch erworben, auf den Gedanken, ich wäre verrückt :lol: Zumindest habe ich mir da wieder ein wenig Arbeit eingehandelt ...


Literatur

Mittlerweile trudeln die ersten in Auktionen gewonnen Bücher zum Thema hier ein :-)


Stunts und Hindernisse

Die Tour ins Saarland zur Abholung des Coupes war sehr angenehm und auch die Aufnahme vor Ort durch Hans und Lydia war sehr nett. Nach einigem Klönschnack haben wir uns seine beiden gut erhaltenen Coupe S und seine grüne C1 Limo sowie sein Teilelager angeschaut. Glücklicherweise ist dieses recht gut sortiert und hatte noch einige brauchbare Dinge für uns, wie z.B. seltene Zierleisten für die Limo :-)
Das Coupe selbst wollten wir nicht starten und haben es deswegen mit mehreren und viel Schwung auf den Trailer geschoben. Leider stand es dadurch ein wenig weit links, genaugesagt mit beiden linken Rädern an der Seitenwand, was uns später beim Herunterholen sehr beschäftigen sollte.



Die Fahrt zurück verlief völlig problemlos und locker; als es dann aber ans Abladen ging, sahen wir, daß das rechte Rad des Coupes nicht mehr auf der sondern links neben der nicht verschiebbaren (!) Planke ausgekommen wäre. Wegen der Vorgabe, den Motor nicht zu starten und der fürs händische Rangieren nur zur Verfügung stehenden 30 cm auf dem Trailer haben wir es zu zweit eine Stunde lang nicht geschafft, den Wagen in eine geeignete Position zu bekommen. Erst dank Ingos zusätzlichem Einsatz ist es uns dann irgendwann abends um 23.00 gelungen, den Wagen sauber vom Hänger zu bringen...

Am nächsten Tag, dem Sonntag, war dann schon wieder frühes Aufstehen angesagt, zumal die Tour bis kurz vor Stuttgart auch das Abholen eines Satzes Räder für den Typ 43 und einer schönen blauen Velour-Innenausstattung für den Typ 43 an verschiedenen Orten leisten sollte.
Das Aufladen der Limo, die mir an mehreren Stellen nahezulegen scheint, doch noch den großen Beulenprofi-Schein zu machen,



folgte ebenfalls der guideline, den Motor nicht zu starten, bis alle Flüssigkeiten gewechselt sind ...
In Natura war nun auch das vom Verkäufer bereits angekündigte Loch hinter dem Fahrersitz zu bestaunen.
Daß der Wagen noch 4 Jahre zuvor die Hauptuntersuchung mit nur geringen Mängeln bestanden hat, konnte sich bisher niemand erklären, schließlich hat das Loch die Größe eines Laptops :lol:

Leider zeigte sich der Wagen in einer Scheune hinter einer seeehr schmalen Einfahrt versteckt, durch die der Trailer nur mit Überfahren der ersten Stufe einer Treppe passte.



Zu allem Überfluß hing und hängt auch noch das linke Hinterrad fest , so daß wir den Wagen in mühsamer Handarbeit per Seilwinde auf dem Trailer zwingen mußten und keine Wahl hatten, wie herum der Wagen auf dem Trailer stand: mit der schwereren Front nach hinten :-( Besonders weit haben wir den Wagen diesmal nicht auf den Hänger gezogen, da ja noch Zuladung im Laderaums des Avant zu erwarten war.

Auf der Rückfahrt stellte ich dann plötzlich auf einem recht unebenen deutlich abfallenden Stück Autobahn fest, daß der Trailer seitwärts zu tanzen anfing und noch ehe ich meinem Mitfahrer die Beobachtung mitgeteilt hatte, war die Bewegung so weit eskaliert, daß ich mehr als meine eigene Fahrspur brauchte. Glücklicherweise hatte ich einige Tage zuvor noch in einer verläßlichen Quelle im Netz gelesen, daß in einer solchen Situation nur sofortiges, konsequentes aber nicht überzogenes Bremsen hilft. Nachdem mein Mitfahrer deutlich die Gegenposition vertrat, habe ich das "Gasgeben zum Geradeziehen" dann noch für 2 Sekunden ausprobiert um nach dessen durch weitere Eskalation erkennbarem Scheitern sofort beherzt zu bremsen, woraufhin sich das Gespann sofort zu beruhigen begann. Zumindest einen deutlichen Respekt vor den wirkenden Kräften hat es uns aber doch abgenötigt :lol: Fortan bin ich die Bergab-Passagen deutlich langsamer angegangen und hege die Vermutung, daß der ungünstige Schwerpunkt durch die Beladung entgegen der Fahrtrichtung zusammen mit der geringen Aufliegelast verantwortlich gewesen sind dürfte.

Der nächste Stunt kam eine halbe Stunde später in Form eines kurzen Geräuschs, verbunden mit einem spürbaren Schlag: die zuvor geschlossene und abgeschlossene (!) Kofferraumklappe hatte sich - wie auch immer - gelöst und war in Richtung der Heckscheibe umgeschlagen und zwar aufgrund der wirkenden Windkräfte über den oberen Stopppunkt hinaus. Zwar ist dabei die Chromzierleiste beidseitig unschön verformt worden, aber immerhin bin ich dankbar, daß die Heckscheibe nicht beschädigt wurde !! Die Demontage der Kofferraumklappe war zum Glück wegen des guten Wetters und des eingepackten Ringschlüsselsatzes kein Problem :-) Der mit Teilen vollgepackte Kofferraum mußte allerdings nun entleert werden und stand fortan nur noch für hinreichend schweres Gut bereit, wie es der Satz Räder darstellen sollte. Der Rest der Tour war dann straight forward bis auf die Tatsache, daß der Wagen am Abend nicht mehr abgeladen werden konnte und noch auf dem Trailer an meiner Yogaschule steht !


Bewegendes Wochenende

Genaugesagt war ich der Bewegende, noch genauer, das Raumschiff auf meine Veranlassung. Transportiert wurden aus einem spontanen Beutezug zwei einigermaßen bedürftige 43er Avants
- Avant 5S meteorgrau met.



- Avant 5S onyxgrün met.



sowie ein



- Audi 100 C4 2,8 quattro - den sich der liebe Carsten als Zweitwagen gegönnt hat :-)

Jetzt steht noch aus
- Avant 4S onyxgrün met. AUTOMATIK, ehemals (:rolleyes:) mit Ausstellfenstern



Also denn, erweitern wir unten stehende Tabelle ein wenig und freuen uns, daß nicht jedes Wochenende über 2000 km Fahrt mit Trailer anstehen... :lol:


und es kommt doch immer anders ...
in diesem Falle war für heute die Abholung des obigen Avants geplant, aber irgendwie konnte ich nicht an einem dort herumstehenden mokkafarbenen C1 vorbeigehen, der ebenfalls zur Adoption freigegeben war :-)
Abgesehen von ein wenig Lack am hinteren linken Seitenteil schein dem guten nicht viel zu fehlen :-)
Die Abholung des Avant muß also noch ein wenig warten ... Ebenso warten muß die Abholung zweier flaschengrüner Innenausstattungen für die beiden Limos :cool:

Kein Hallenprojekt ohne Espressomaschine und Musik !
Diese für viele wahrscheinlich völlig nebensächlichen Forderungen müssen souverän nebenbei mit erledigt werden, schließlich will der Spaß am Projekt langfristig angelegt sein ;-) Die Frage, ob ich denn auch schon eine Yogamatte und ein Bett installiert hätte, konnte ich allerdings guten Gewissens verneinen, schließlich würde das weiteren Krempel nach sich ziehen: Kühlschrank, Herd,.. und der Platz ist knapp ! :lol:




Selbige Maschine war ein "Gewinn" in der Bucht (gemeint ist ebay); leider gab's kein Sieb dazu und der daraufhin angemahnte Verkäufer meinte nur plump: "hab ich auch nicht gehabt und war auch auf dem Bild zu sehen". Die unterbliebene textuelle Erwähnung, daß das Gerät in Ermangelung eines kardinalen Teils nicht betriebsfähig ist, hielt er allerdings nicht für nötig :grrrrrr!!!: Tut mir leid, auch mal eine negative Bewertung abgeben zu müssen ...
Da dieser Bautyp ein Sieb mit 54 mm Durchmesser benötigt, 95% aller anderen Maschinen aber 55 mm, war Ersatz auch nicht leicht zu beschaffen und nach vielen Telefonaten mit Anbietern von Espressomaschinen und deren Aussage, daß Siebe in besonderen Größen meistens jenseits der 20 Euro kosten, war die günstigste Lösung, mal eben eine weitere Maschine selben Typ MIT zwei Sieben zu gewinnen - was dann immer noch günstiger als ein Sondersieb war :lol:
Den ersten Espresso in der neuen Halle aus der neuen Typ43Invasions-Espressomaschine durfte dann heute mein lieber Freund Carsten genießen, der relativ spontan zum Schrauben an seinem oben bereits gezeigten C4 2,8 Q vorbeikam. Prost !!



Das Moos auf der Kupferkiste läßt nicht erkennen, ob darunter Rost ist oder heile Karosse; damit war klar, daß vor einer Bestandsaufnehme alle Wagen gründlich gewaschen werden müssen !

Allein die Wäsche des CS 1,6 l ergab ein wahres Blutbad beim Ausdrücken des Schwamms - man beachte die Tropfen auf der Stoßstange. Immerhin hatte sich meine Befürchtung nicht bewahrheitet, es handele sich vielleich gar nicht um Lack sondern um Füller oder Grundierung :lol:
Die dunklen lackfarbigen Flecken verwandelten sich allerdings nach dem Abtrocknen wieder in geschätzte helle Rostschutz-Grundierung :rolleyes: Da der CS, wie einige andere Wagen auch, eine Vielzahl dunkler Auflagerungen (oder Rostflecken ??) aufwies, war klar, daß für eine Bestandsaufnahme auch eine halbwegs gründliche Politur erforderlich sein würde:



Auch hier wieder ein netter Unterschied, so daß resumierend, der Lack, wo unverletzt, gar nicht so schlecht zu sein scheint - nur eben 15 Jahre ungepflegt ... :lol:


nimm den ! .. und den ! .. und den ! ...
Nein, ausnahmsweise geht es nicht um weitere Autos ! :lol: Heute war ein unglaublich dichter Tag, was die an mich gestellten Anforderungen betrifft; über die letzten 11 Tage braucht's nicht viele Worte, es ging einfach alles langsam weiter, ein Paar veritable Boxen für die Halle wurden gewonnen und ein adäquater Verstärker, einige Kleinteile für die 43er und so weiter ...

Heute morgen, aus dem Haus kommend und auf dem Weg zum ersten Kundentermin, sah ich Onkel Bert in einer riesigen Blutlache (gemeint ist natürlich Motoröl :lol:), was ja nichts Gutes verheißt; gestern hatte er noch brav den letzten Invasor vom Kupferdreher Stellplatz nach Velbert gezogen, heute ist er nun krank :-(
Der erste Gedanke beim Anblick dieser riesigen Ölpfütze war etwa: wenn das die Feuerwehr beseitigt, wird's teuer ! Also auf, Streumittel besorgen ! Leider hatte der dörfliche Zoohändler, bei dem es Katzenstreu gegeben hätte, offensichtlich das Zeitliche gesegnet, die Schaufenster boten ein Bild der völligen Leere. Also auf zum nächsten Baumarkt und mitten in den täglichen Stau auf der Ruhrallee, immer im Hintergrund das drohende Szenario der Feuerwehr, die gerade für viel Geld die Blutlache beseitigt ... Also doch besser mit ein deutlichem Umweg den Stau umfahren ! Im Baumarkt angekommen gibt's dann auch tatsächlich einen riesigen, kaum tragbaren Sack mit gut geeignetem Sägemehl, welches kurze Zeit später auch einen deutlichen Erfolg bringt - gut, daß ich mit dem Gefährten unterwegs war, in einen Coupe-Kofferraum hätte der Sack wohl kaum gepasst.

Was tun mit dem weiterhin blutenden Bert ?? Da ich nicht kurzfristig eine sicht- und behebbare Ursache feststellen konnte: ab in die Klinik, sprich die Haus- und Hof-Werkstatt ! Aber bei dem Ölverlust besser nicht aus eigener Kraft fahren, sondern per Trailer transportieren; schließlich steht der ja noch ein Dorf weiter. Da aber das erste Zugfahrzeug, das Raumschiff (das zweite ist ja Bert selbst) bereits wegen seines Warmstartproblems in der Werkstatt steht, mußte (und freundlicherweise hat) Karl-Heinz mit seinem Ducato den Hänger ziehen ...

Samstag und Sonntag wird ein Satz Ronals, der "Hallenverstärker" und der letzte Avant aus Hildesheim abgeholt - und spät abends gibt's Wochenende :)


Nervfaktor
Wenn ich schon nicht den letzten Avant abholen kann, weil der Verkäufer des letzten aus Hildesheim abzuholenden Avants nervt durch tagelange Nicht-Erreichbarkeit ist, was eine Terminabsprache irgendwie unmöglich macht (wofür hat ein Mensch ein Händy, wenn es immer aus ist !?).

Fühlt sich ein wenig wattig an beim Laufen, weil die Sparren spürbar schwingen (immerhin liegt das Körpergewicht manchmal fast ausschließlich auf einem 8*16 Kantholz !), aber im Laufe der Zeit gewinnt man ein wenig Vertrauen zu der Konstruktion :lol: Die ersten Kotflügel und Karosserieteile liegen schon oben - und sind nun unten nicht mehr im Weg :-)


Qualität ist beweisbar ... :lol:



Als mir dieses Originalfeature aus der VAG-Zeit angeboten wurde, konnte ich natürlich nur zuschlagen und jetzt hängt sie bei uns uns mahnt zur zu qualitativ hochwertiger Arbeit... :lol:
In der Zwischenzeit hab ich den letzten Avant aus Hildesheim überführt, diesmal völlig ohne fremde Hilfe, aber dafür mit einer wirklich gelungenen Kurbel an einem Miethänger: OHNE Notwendigkeit der Arretierung und MIT Untersetzung - so macht es Spaß !
Nachdem ich gestern begonnen habe, die Eisenoxydvorkommen am klappradfarbenen Coupe zu be"gut"achten, ging es heute mit deren Dezimierung los, von diesem Zustand



erst einmal zu diesem:



Als nächstes folgt der "Rostkiller" FW-18 von www.HanseWerkzeug.de, den ich mittlerweile in einer ersten Rabattstufe (ab 12 Dosen) einkaufe :lol: und eine erste Lage neutraler Weißlack, der am besten eine Begutachtung möglicher Veränderung der behandelten Stellen über die Zeit bis zur Fertigstellung ermöglicht.


Alles weiß macht der ...

Erste Erfolge sind zu vermelden, z.B. eine rechte A-Säule des klappradfarbenen Coupés inkl. Stehblech und Lampengehäuse



sowie deren linke Pendants



eine komplett vom Spachtelversuch und angesetzten Rost befreite linke Heckparty bei Mokka, wodurch der Grund für die Spachtelei - im Bild gut zu erkennen - ersichtlich wurde: Beulen !



was wenig später dann bereits unifarben einschien, wodurch gegen Licht die Beulen noch besser zu sehen sein sollten



Bei manchen Arbeiten fallen allerdings auch Qualitäten auf, z.B. Mokkas sehr gut erhaltene Innenraum :-)





Sunnys linke A-Säule mit Stehblech und erkennbar schon eingeschweißtem Blech, zu erkennen an den beiden bogenförmigen Vertiefungen und der Schweißnaht an der A-Säule!



Sunnys Schloßträgerblech nach Entfernung von über 40 Roststellen...



Die explorative Operation des von einem Tumor (hier: eine ründliche Erhebung mitten im ansonsten gesunden Lack) und einer Erosion (abgeplatzter Lack an der Radlaufkante) gezeichneten Radlaufs am klappradfarbenen Coupe ergab den Grund für diese Symptome: ein ersetzter Radlauf, der an einigen wenigen Stellen im Bereich der Schweißnaht korrodierte und an der Kante schon wieder durch ist ! :-(





Sunnys Radlauf und Schwellerspitze nach medizinischer Versorgung ..



Der klassische Vertreter der übelsten automobilen Infektionskrankheit: die braune Pest ! Gut zu erkennen an der ungleichmäßig erhabenen Papel, deren Innerstes kurz vor dem Bersten ist; hier bereits nach Erfahrungswert von dem gesunden Blech abgegrenzt. Ich ziehe nach Beobachtung und Erfahrung einen sauberen Schnitt mit dem Dremel um die Papel in dem kleinsten Abstand, bei dem ich auf gesundes Blech zu treffen vermute; sehe ich unter dem Schleifwerkzeug Rost bzw. wirbelt es Roststaub auf, vergrößere ich den Bogen an der Stelle. Auf diese Weise erhalte ich eine klare Struktur, die bearbeitet werden muß.



Blechbereiche unter Zierleisten sind leider ein ganz besonders guter Nährboden ...



leider ist der Rost nach Jahren soweit ausgebreitet, daß er bzw. die zu bearbeitende Stelle von der Zierleiste nicht mehr überdeckt wird :-(



Was ich nicht fotografiert habe, sind die Tonnen von lackfarbenem, rostfarbenem und spachtelfarbenem Schleifstaub, die sich zwischendurch auf dem Boden, den Autos und meinen Haaren verteilen. Wenn ich zurück in die Zivilisation komme, sind erst einmal mehrere Gänge Haarewaschen dran - mit wechselnden Shampoos - um das stumpfe Empfinden aus den Haaren zu bekommen, welches das Eisenoxyd hervorruft. Mal abgesehen von dessen Geruch und Geschmack :lol:


Frühlingsweihe

Der Frühlingsanfang und damit der eigentliche Beginn des Jahres, astronomisch betrachtet (der Übergang in das erste Zeichen des Tierkreises, den Widder), bedarf meinerseits seit vielen Jahren einer besonderen Würdigung, Einstimmung, Invokation oder wasAuchImmer. Da die Widder-Energie jeglichen Anflug von Winterschlaf zerstört, der noch verblieben sein könnte und alle Kräfte unmißverständlich zum Leben und seinen vielfältigen Äußerungen wachruft, wenn nicht gar -brüllt, zwingt es mich als nicht ganz von Widderenergie freien Menschen, diesen Tag mit mindestens einmaligem (dabei bleibt es allerdings selten :lol:) Hören von Stravinskis Frühlingsweihe (im original "sacre du printemp", oder englisch "rite of spring") zu begehen. Im Rahmen der Invasion hieß das heute, daß das Basteln stundenlang von lauter, ursprünglicher Energie begleitet war. Unbeschadet der "Kopfhörer" zum Lärmschutz beim Flexen und Dremeln und des lärmenden Industriesaugers drang, glaube ich, noch genug dieser frischen und mächtigen Energie zu mir durch, um sie reichhaltig an den Rest der Welt zu transmittieren :lol:
Zur frischen, neuen, tatkräftigen, initiierenden Energie des beginnenden Widders passend, gibt's unerwarteten Zuwachs:





auf dem Bild nur schwach zu erkennen ist das "CD"-Logo, zudem ist's ein 5E, also unser erster MKB "WC" und nur knapp über 90.000 gelaufen.
Abgeholt wird er am nächsten Wochenende - damit ich auch bloß nicht das Fahren mit Anhänger verlerne ... :lol:


Schweizer Käse




ist der einzige Vergleich - ich laufe da sicher Gefahr, mir Einfallslosigkeit unterstellen lassen zu müssen - der mir bei diesem Werkstück einfällt. Es handelt sich um die Motorhaube der Platte (der inarifarbene 5S mit Vinyldach). Die Dicke der entfernten Schicht(en) läßt vermuten, daß der Guten vor längerer Zeit einmal das angediehen ist, was man wohl eine "Verkaufslackierung" nennen muß ! Also Lackauftrag auf inadäquat vorbereiteten Untergrund mit einer Halbwertszeit bis kurz nach Trocknen der Tinte auf dem Vertrag ...
Inadäquat heißt hier, daß sämtliche Steinschlagschäden als offene Wunden in rostendem Zustand überlackiert wurden :schock: Ob die klassische Versorgung einzelner Stellen hier noch das Mittel der Wahl darstellt, oder ein komplettes Strahlen der Haube geraten wäre ... :rolleyes:

Und übrigens: Der Chinamann war da ...



Steht derzeit noch in jungfräulichem Zustand da und harrt der ersten Berührung ...


Graupelnsuppe
Nicht genug, daß mein Navi seine Untauglichkeit durch unmotiviertes Ausschalten der Anzeige beweisen will, daß es zuweilen meint, keinen GPS-Empfänger mehr zu haben, was einen Tief-Reset mit Verlust aller Daten nach sich zieht, um es zu kurieren; nicht genug, daß es nachdem ich etwa zehnmal die Kalenderfunktion benutzt habe (aufgerufen und wieder geschlossen !!), meint keinen Speicher mehr frei zu haben (die Abwesenheit einer garbage collection ist ja eins der herausragenden Features aller Windows-Betriebsverhinderungssysteme, so auch Mobile xy) - nein, heute, weil es mit Hänger mehr Spaß macht, meinte es auch noch, mich auf dem Weg von Essen nach Wittlich am besten quer durch die Eifel zu schicken, Tempo-30-Zonen, langsame Trecker, üble Steigungen und dergleichen inklusive ...
Wenn ich bei all dem Zeitverlust und Mehrverbrauch diesem Stunt noch etwas Positives abgewinnen wollte - und das tue ich immer gerne ;-) - ist es der Eindruck, daß es an der Ahr einfach schön ist und diese Gegend mindestens zu einem Wochenendwanderausflug einlädt :-)
Ein weiteres könnte ich aus der auch heute wieder niederschlagsreichen Eifel mitnehmen, nämlich - der Frühling ringt ja noch mit dem alten Winter, mal ist der eine oben, mal der andere - die Emfpehlung, mal wieder Graupe(l)nsuppe zu essen :lol:
Am Ende steht natürlich der Erfolg:



Was da so fesch im Handgepäck des Raumschiffs reist, ist nun einer der doch sehr gezählten VorFaceLifter in der Sammlung und gleichzeitig der erste "WC" - ...nein, der Artikel ist richtig: das Kürzel ist der Motorkennbuchstabe :lol:
Nah anschauen bestraft der alte Herr jedoch zuweilen und zeigt damit, daß er der einen oder anderen unfachmännischen Maniküre nicht hat entgehen können:





Das schreit mindestens nach einem anständigen Peeling .. :lol:
Letztlich finde ich es immer wieder erstaunlich, mit welch groben Herangehensweisen sich manche Halter ihrem geräderten Gefährten nähern ...


Bratkartoffeln mit Käse
Nachdem ich die Zeitumstellung irgendwie überstanden hab - schließlich saß ich gestern bis spät in die Nacht am Rechner, um die neuen Daten zu erfassen und zu berichten - und ich habe noch nicht mal geschafft, in den Foren zu berichten.. ;-) - habe ich heute die nächsten spannenden Entdeckungen zum Thema Käse gemacht: das Gericht heißt eigentlich Bratkartoffeln mit Käse überbacken :lol:
Entschlüsselt heißt das schlicht, das das rechte Seitenteil der Platte, wie unschwer zu erkennen,



NICHT das originale ist und das, was das Neue mit dem Alten verbindet, also die Schweißnaht, doch eher als Braterei gelten muß :rolleyes: Nachdem ich die Schweißnaht weiter hochverfolgt hatte als auf dem Bild, zeigte sich, daß bereits deutlich unterhalb der Zierleiste schon keine Korrosion mehr festzustellen ist. Also habe ich kurz über der Zierleiste mit der explorativen OP aufgehört ...
Von der Heubnerschen Sternenkarte an der Front gibt es nun ein aktuelles Bild:



wobei ich mir über die optimale Methode der Wundversorgung doch ein wenig im unklaren bin.

1.4.2009
Löcher




Nachdem klar geworden ist, daß das Heck der "Platte" neu ist, war ich auf weitere "interessante" Funde gefasst, das obige ist einer davon :rolleyes: Weiter fielen interessante Erhebungen auf, die sich als Schweißpunkte erwiesen; mit einer Höhe von bis zu 6 mm schon recht prominent :lol:
An anderer Stelle hätten sie wahrscheinlich die HU vermiest, weil sie das Verletzungsrisiko für Füßgänger erhöhen ... :lol:




Weitere interessante Funde sind konzentrische Anrostungs-Strukturen

Parallel ging's am klappradfarbenen Coupe weiter, wo die Schweißnaht sich im Weiteren als völlig rostfrei herausstellte :-)



tempus fugit ...

Der Großeinkauf beim SEDEF-Dealer:



Facherschleifscheiben zwischen 0,80 und 1,20 Euro netto, Trennscheiben für 0,35, B-Ware Geradschleifer für 35 Euro...
Profis wissen, wie günstig das ist !:-)

Zwischendurch habe ich entdeckt, was andere Autohersteller für einen "Kofferraum" halten - die Kästen sind Midi-Tower (PCs) und es hätten definitiv keine zweieinhalb davon hereingepaßt !



Im weiteren laß ich mal Bilder sprechen, um einen Eindruck davon zu vermitteln, was in den letzten Tagen geschehen ist und wieviel Arbeit das gewesen sein könnte.

Der Weiße 5S hatte mal in der Nähe eines grün zu lackierende Wagens gestanden, wovon dessen Lack bis vor wenigen Tagen sehr deutlich Zeugnis ablegte, hier eine bereits deutlich anpolierte Fläche:



Netterweise bescherte uns irgendwer echtes Frühlingswetter, was mich natürlich zu polierender Tätigkeit an die frische Luft lockte mit dem Ergebnis, daß der "Weiße Riese" jetzt tatsächlich obenherum weiß ist - untenherum ziert ihn immer noch der Milchkaffee...
Die freundlich in den Biergarten einladenden Aufkleber "Röhrl-Bräu" haben meines Wissens trotz ihres Anbringungsortes auf einem 80er Jahre-Audi keine Verbindung zu einem bekannten Rallyefahrer :lol:
Und ja, der jetzige Auspuff des Weißen Riesen könnte deutlich größer sein als der größte je in einem Rallye-Quattro verbaute ;-)

Alle blanken Stellen des Hecks der "Platte" waren verrostet oder standen in dringendem Verdacht dessen; teils handelte es sich um Schweißnähte des einstmals reparierten Hecks. Grund zu der Annahme, daß es am Abschlußblech von außen wesentlich besser ausgesehen haben könnte, besteht übrigens nicht ;-(
Immerhin, der Ersatz des gecrashten Hecks liegt vermutlich runde 25 Jahre zurück - so betrachtet ...



Um 1980 fing, was heute keiner mehr weiß, AUDI mit der Produktion von kleinen UFOs an:



Es handelt sich natürlich um den Druckspeicher der Zentralverrieglung :lol: der unter dem Reserverad sitzt ...
Das Loch in der linken Hinterwand läßt ahnen, daß der Kofferraum schon länger undicht und demzufolge der Kofferraumboden, insbesondere die Reserveradmulde, doch recht verrostet war



Nach Abschluß der Entrostung das vorerst abschließende Weißen - ein Großhändler für weißen Lack in Dosen ist bereits aufgetan, Stück für rund 2 Euro brutto :lol:



Eine andere Farbe hat es mir sicherlich mehr angetan, auch wenn es sich hier um einen relativ preiswerten Bausatz von Ebay handelt:





Ergänzen wir also untenstehende Tabelle ... :lol:


Trauer und Freude
Die Abholung des Coupes war mehr oder weniger reine Routinesache bis auf die Tatsache, daß ich einen sichtlich traurigen Verkäufer zurückließ, der erzählte, ein solches Auto habe sein Vater früher gefahren und sich vor einiger Zeit wieder gekauft, um es fertig zu machen und mit neuer Freude zu genießen; Nun zwängen ihn aber gesundheitliche Gründe, die seine Mobilität einschränken, das Projekt aufzugeben.
"Der" Vorvorbesitzer war übrigens eine junge Frau, die das Coupe wiederherstellen wollte, aber ihr gleichzeitiges Projekt VW Käfer bevorzugte. welch ein Glück !
Witzig ist der Name des Ladens, an dem ich anhielt, um die Plane zu kontrollieren; in gewissem Sinne...:



Schräg gegenüber befindet sich übrigens ein Roller-Geschäft, in dem auch ein stilvolles oranges Gefährt steht.



Das Abladen vom Trailer war noch für den gleichen Abend geplant, leider stellte sich allerdings die zugesagte Hilfe nicht ein, so daß ich den Versuch alleine unternehmen mußte. Den Trailer hatte ich schon nach der Rückkehr aus Haselünne abgenommen, um mit dem Zugfahrzeug (wie immer das Raumschiff) zum Mittagessen zu fahren. Dazu war es notwendig, die Spanngurte zu lösen und den Wagen ein wenig nach hinten zu schieben, damit die Deichsel sich wieder höbe und das etwas mißkonstruierte Stützrad sich in die richtige Richtung entfalten könnte. Das Coupe hing also nur noch an der Seilwinde. Offensichtlich funktioniert deren Selbstarretierung allerdings nur bei abgezogener Kurbel, so daß das Coupe von mir unbemerkt beim Rangieren - eine zweite Person, die das von außerhalb überwacht, hätte es sofort gesehen - ein wenig auf dem Trailer nach hinten rollte und schließlich mit dem Hinterrad vom Trailer rutschte. Nun hing es da fest und guter Rat war teuer. Alleine in der Dunkelheit bekam ich das Problem nicht gelöst und ließ den Trailer und Coupe also mit einer abenteuerlichen Holzkonstruktion gegen Kippen gesichert über Nacht so stehen. Am nächsten Morgen und bei Tageslicht war das Problem dann zu zweit und mit Hilfe von schlauen Hölzern binnen einer halben Stunde gelöst und es bleibt die Freude über eins der schönsten Automobile: ein oranges Coupé S :-)


Erwischt !
Begann der Tag mit dem spannenden Akt, das Coupe heil vom Hänger zu bekommen, war noch nicht klar, daß noch eine weitere Komplikation später am Tag folgen sollte...
Nach zügiger Anreise und Übergabe durch eine bei jeder sich bietenden Gelegenheit kichernde Besitzerin gab es erstmal ein kurzes Mittagsmahl im offensichtlich nicht deutlich auf Vegetarier eingestellten Spessart bei "Chicken George", einer an ein Hotel mit Gartenwirtschaft angelehnten Imbissbude. Für meinen lieben Mitfahrer Jörg war es der erste Kontakt mit Bayern überhaupt und gleichzeitig ein schöner: Biergarten bei schönstem Wetter. Bei der Gelegenheit lernten wir anhand der improvisierten vegetarischen Mahlzeit "Salat mit Pommes frites", daß es hier natürlich keine Mayonaise gebe, man sei schließlich "in Bayern und nicht in Norddeutschland". Aha !
Das ist ja glatt so, als gäbe es noch eine Stadt auf der Erde, in der man keine Cola bekäme oder eine Region in den Staaten, in denen es keine Imbissbude a la Mc Dumm gibt. Hintergrund ist das Salmonellenrisiko, welches ungekühlte oder nicht durchgehend gekühlte Mayonaise im Sommer darstellt.





Auf dem weiteren Heimweg fielen mir dann plötzlich unbekannte Geräusche hinten rechts auf, die ähnlich klingen wie das Überfahren maschinell aufgerauten Asphalts - ein in einigen Gegenden mit häufigen Bodenfrösten gern eingesetztes Verfahren - klingen kann. Nach testweisem Wechsel der Fahrspur und Überfahren der Fahrbahnmarkierung war aber schnell klar, daß es nicht vom Bodenbelag abhing, sondern vom Zugfahrzeug selbst. Was konnte das Raumschiff haben ?? Ein beherztes Aus-Dem-Fenster-Lehnen meines Beifahrers ergab: Platten hinten rechts. Aha, da war er, mein erster Platten in freier Wildbahn. Damoklesschwert meiner frühen Jahre als Autofahrer, über nunmehr zweieinhalb Jahrzehnte immer über mir kreisendes, war der seidene Faden nun gerissen. Glücklicherweise hatte ich, wie ich wähnte, alles für diesen Fall dabei: Rangierwagenheber, Radkrezuz, Knarre mit langem Hebel, Notrad, Pannenspray !
Als ich das Notrad montieren wollte, mußte ich feststellen, daß es nicht passte, weil es keinen 108 mm sondern 100 mm Lochkreis hat ! :schock:
Oh Mann, ich habe genau ein Auto mit 100er Lochkreis und ausgerechnet dessen Notrad hatte ich eingepackt !!
Was blieb also übrig: Ein Rad vom gerade geholten Auto auf dem Hänger abmontieren - auf dem Autobahnseitenstreifen - oder der erstmalige Einsatz eines Reifenpannen-Sprays, wie es die Autogasfahrer mit Gastank in der Reserveradmulde mit sich zu führen pflegen. Wir entschieden uns klar für den einfacheren Weg und sahen zu, wie aus der Dose eine weißliche Masse in den Reifen gepresst wurde, der dabei auch wieder an Druck gewann. Nach Augenschein würde ich den Druck danach auf 1,5 bar schätzen, was für eine Weiterfahrt sicherlich reicht. Inzwischen war der stark aufgeheizte platte Reifen auch wieder ein wenig abgekühlt, so daß wir das Rad wieder montierten und unsere Fahrt fortsetzten. Zur Kontrolle und zum Nachfüllen von Luft an der nächsten Tankstelle anhaltend sahen wir, daß der Reifen bereits wieder etwas platter war: leichter Luftverlust durch das Ventil und am Ventilschaft ! Für die noch verbleibenen 60 km bis nach Hause, wo genügend intakte Reifen lagern, erlaubte das keine gute Prognose. Da wir wußten, daß bald darauf noch eine weitere Tankstelle folgen würde, setzten wir nach einigen Versuchen, weitere Luft in den Reifen zu füllen und das Ventil zum Innenhalten der Luft zu bewegen, die Fahrt mit ca. 2 bar fort. An der nächsten Tankstelle war die Luft bereits so weit entwichen, daß wir mit Nachfüllen von Luft alleine die Restdistanz von 30 km nicht überstanden hätten. Es blieb also nur der Radwechsel gegen eins des Autos auf dem Hänger, was auch züzig und problemlos von statten ging und uns gut nach Hause brachte :-)

"Mit Dir kann man auch nirgendwo hin fahren, ohne daß Du dort jemanden triffst", wurde mir einmal gesagt, und das bestätigte sich heute wieder einmal: wir wurden auf der Fahrt von Deutschlands Nr. 1 unter den Typ-44-VorFaceLift-Sammlern erwischt :lol: An dieser Stelle einen lieben Gruß an Fabian aus Nackenheim :-)
Bevor ich vergesse zu erzählen, worum sich diese Fahrt überhaupt dreht :lol: ein kupferner NachFaceLifter Typ 43 GL, also mit Kuschelvelours, mit Schiebedach und YV Vierzylinder, der zur Zeit unrund läuft.





Auf den ersten Blick, so von 5 m Entfernung eine problemlose Zustand-3-Erscheinung, bei näherem Hinsehen aber ebenfalls eine Menge Arbeit, angefangen beim großflächigen Rost im Dach bis hin zur üblichen Schwellerproblematik.



Gespannt bin ich, ob die Eingriffe eines Vorbesitzers den Zustand tatsächlich verbessert haben oder eher kosmetischer Natur waren, wie die spendierte Teillackierung. Klar ist nämlich, daß ein Teil des Lacks neu ist, unklar, ob überall die Vorarbeiten gut ausgeführt wurden und ggf. Rost korrekt entsorgt wurde :rolleyes:


Des Rätsels Lösung: Familienbande
Irgendwie war durchgesickert, daß ich im April noch ein drittes Auto gekauft hatte, welches noch abzuholen sein würde. Auf Befragen, worum es sich handele, stelle sich den meisten wohl ein Rätsel: um ein Auto mit Audi-Mitteldruck-Vierzylinder, welches aber kein Audi ist. Die erste Vermutung der meisten ging natürlich in Richtung VW, und da hätte es sicherlich z.B. mit dem K70 einen Kandidaten gegeben. Auf die Aussage, es sei kein VW, außerdem vollverzinkt und habe überdies auch schon eine Einspritzanlage, waren die meisten dann ratlos. Des Rätsels Lösung ist natürlich der von VW konstruierte, mit einem Audi Motor mit Bosch Einspritzung versehene, sich bei Technik und Ausstattungsteilen reichlich bei VW/Audi bedienende, im Audi-Werk gebaute, von Porsche verkaufte 924. Quasi eine Art Nachfolger des VW 914 bzw. Porsche 914/6 bzw. 916. Der in den 80er Jahre als Hausfrauen-Porsche verrufene Wagen ist in Wirklichkeit, gerade in späteren Jahren, ein solides, relativ ökonomisches sportliches Fahrzeug und damit recht interesant. Es besitzt einige nette Details wie z.B. die nur aus der Heckklappe und einer schmalen metallenen Einfassung bestehende Heckklappe, das herausnehmbare "Targa-"Dach oder das Transaxle-Getriebe (Motor vorn, Antrieb und Getriebe hinten zwecks besserer Gewichtsverteilung).

Heute war es soweit und ich konnte mich auf eine schöne Tour mit Carsten in die Nahe-Region freuen. Diesmal wollten wir Carstens vor wenigen Monaten gekauften und mittlerweile auf LPG umgerüsteten Audi 100 2,8 quattro aus Zugmaschine ausprobieren, der sich nicht zuletzt aufgrund 300 kg höheren Leergewichts und Allradantriebs als sürbar souveräner als Zugmaschine erwies. Von der nominalen Mehrleistung gegenüber meinem Raumschiff war allerdings eher wenig bis nichts zu spüren !
Interessanterweise hielt sich der Mehrverbrauch, soweit sich das aufgrund des skurrilen Verhaltens der letzten Gastankstelle sagen läßt, in engen Grenzen, was der Tatsache zu verdanken sein dürfte, daß Carstens C4 im Gegensastz zu meinem Raumschiff mit einer sequentiellen LPG-Anlage ausgestattet ist.
Der Verkäufer frage mich, ob ich noch einen Ersatzmotor mitnehmen wolle, der bis auf die Zylinderkopfdichtung in Ordnung wäre. Natürlich wollte ich ! Hier bestätigte sich mal wieder der Volksmund mit seinem Spruch "es empfiehlt sich, immer etwas Avant dabei zu haben" oder so ähnlich. Denn natürlich was es kein Problem, neben zwei Ersatzrädern und weiterem Krempel noch eben einen Motor mitzunehmen. Mal abgesehen vom Gewicht ! Glücklicherweise hatte der Verkäufer einen ausgewachsenen Motorkran zur Hand, so daß nur noch das Problem des Ausladens verbleiben würde, was zu dritt allerdings auch ganz gut gelang.
Ach ja, falls ihn jemand sehen will . :lol:

Kenner bemerken sofort die nachgerüsteten und mittlerweile gesuchten Schweller und Heckschürze von Gemballa :-)
Ein wenig muß er noch komplettiert werden (Lampen vorn, Türgriff rechts, Einspritzleitungen), aber das kennen wir ja schon ...


Arbeit, Arbeit,..

Ein ganzer - sehr arbeitsreicher - Monat ist in der Zwischenzeit wieder vergangen, ohne daß ich etwas geschrieben hätte ...
Nichtsdestotrotz war ich natürlich nicht ganz untätig, sondern habe mich weiter ans Schweißen gewöhnt - der Kofferraumboden der Platte ist mittlerweile mit über 20 Flicken gestopft :lol: Es verbleiben allerdings noch diverse Löcher im Abschlußblech ;-(

Außerdem habe ich mich anhand der kleinen von Bosch herausgegebenen Publikationen ein wenig mit dem Thema K/KE-Jetronic beschäftigt, da der obige Albino ja diesbezüglich noch recht bedürftig ist. Das erste der beiden fehlenden Teile der Einspritzung ist auch schon beschafft: der Warmlaufregler .

Ein Highlight der letzten vier Wochen war der Einsatz - und Erfolg - des der Aquaristik entstammenden Ozongenerators zur Beseitigung von geruchsbelästigenden Mikroorganismen und deren Stoffwechselprodukten im Albino. Seiner Bestimmung entsprechend produziert der Generator nur eine gering Menge Ozon pro Stunde, weshalb ich mich entschied, ihn die Nacht durch laufen zu lassen. Aus der einen Nacht wurden durch Vergesen derer sechs inkl. der zugehörigen Tage bis ich dazu kam, den Generator wieder abzustellen :lol:
In Erwartung einer deutlichen Menge an Ozon, die dem 924 nun nach Öffnen entströmen würde, riß ich denn auch mit angehaltenem Atem Fahrertür und Heckklappe auf, um ihn lüften zu lassen und brachte mich schnellstmöglich in Sicherheit. Was ich nicht erwartet hatte war, daß noch über eine Stunde später der Geruch nach Ozon ringsum so intensiv war, daß ich nur hoffte, es möge in der Nähe keine Meßstation geben !

Bevor ich den Albino bei Ebay gewann, hatte ich auf einen anderen 924 einen kleinen Betrag geboten, von dem anzunehmen war, daß er wahrscheinlich überboten werden würde. Zu dieser nun mittlerweile einen Monat zurückliegenden Auktion, welche mit dem 3fachen Betrag als mein höchstes Gebot abschloß, erhielt ich vorgestern eine Benachrichtigung von Ebay "Angebot an unterlegene Bieter..", was an sich nichts besonderes ist in Fällen, da die Abwicklung mit dem Höchstbietenden gescheitert ist. Zwei Dinge waren jedoch auffällig: das extrem gebrochene fast grammatik- und interpunktionsfreie Deutsch, in welchem das Angebot verfasst war, während das eigentliche Fahrzeugangebot in gutem Hochdeutsch verfaßt gewesen war und zweitens die Aussage, der Kontakt werde per Email hergestellt und es sei Banküberweisung vor Abholung erforderlich !
Ein Drittes war ebenfalls auffällig: ich war der siebthöchste Bieter :lol:
Den Anruf beim Fahrzeuganbieter eröffnete dieser nach meinem Hinweis auf das aktuelle Angebot an unterlegene Bieter mit "ich habe bereits Anzeige gegen Unbekannt erstattet" ...
Also: immer schön aufpassen; manchmal verraten sich die Bengels ja sogar selbst :lol:


Paulchen Panther ..

Heute ist nicht alle Tage - ich komm wieder, keine Frage !
Und wenn es einen Monat dauert .. :rolleyes:
Mittlerweile bin ich mit dem kleinen Chinesen - das ist das Schweißgerät - per Du, und die erste 1 kg Rolle Schweißdraht ist längst verbraucht. Der Griff ins Regal ging diesmal leicht daneben: zum 5 kg 0,6 mm Draht statt 0,8 mm. Das geht aber auch ganz gut.
Der Kopfferraum der Platte ist mittlerweile ganz wiederhergestellt, grundiert und weiß lackiert, nur außen am Abschlußblech sind noch Spachtelarbeiten zu machen. Falls sich irgendjemand an den Zustand vor einigen Wochen erinnert: in der Reserveradmulde waren runde 20 Löcher, das Blech rechts außen neben der rechten Rückleuchte war schlichtweg nicht mehr existent, dito links über der linken Rückleuchte und darunter. Das ist jetzt alles schon wieder deutlich näher am Sollzustand :-)


Ein neues WG-Mitglied ist eingezogen: eine Toploader -Waschmaschine, deren Waschpulver auch gleich zentnerweise bevorratet und recycled wird:



Wobei ich die Gelegenheit mal wieder nutzte um darauf hinzuweisen, daß deren Waschergebnis NICHT PORENTIEF REIN ist.
Sowohl die Reaktion des Brunox-Roststopp als auch erneutes Behandeln per Flex mit Schleifscheibe können erneute einzelne Rostnester zeigen, die in der heterogenen Strahloberfläche nicht mehr zu erkennen waren.
Nevertheless, das Ding macht Spaß :lol: Und für einige Anwendungen werde ich es wohl auch einsetzen.

Die Masern des Patienten "Platte" verheilen derzeit eher langsam. Noch zeigt er die "Heubner'sche Sternenkarte", also Effloreszenzen in allen Stadien und Größen:



Es sieht so aus, als bedürfe er bald einer Spritzspachtelkur !

Und: einen kleine Premiere brachte der heutige Tag: das erste bündig eingesetzte Blech :-)



Einige kleinere Dinge habe ich schon wieder fast aus dem Bewußtsein verloren, wie z.B. eine größere Einkaufstour im Norden, bei der ich einen Avant plus Anhänger voll 43er-Teile geholt habe.

Und so ganz nebenbei steht die Planung für die Umrüstung des Gefährten auf Gas-Betrieb:




Und täglich grüßt ein neues Rostloch ...

Das Schicksal meint es gut mit mir und gibt mir viele schöne Möglichkeiten, Entrosten und Schweißen zu üben ... :lol:
Das scheint mir die angemessenste Haltung zu sein, mit der ich den - täglich neuen - Herausforderungen des wegen seiner Farbe natürlich unbedingt erhaltenswerten Sunny begegenen kann, doch der Reihe nach:

erster Kontakt mit eröffnetem Innenschweller, nachdem klar war, daß es sich hier nicht nur um eine Oberflächenkorrosion handelt:



Die Entscheidung, sämtliche Bodenflächen metallisch blank zu machen oder zu entfernen, was in eine intensive, Blasen in die Hand treibende Spachtelei mündete in und noch eine anhaltende Schleiferei, deren Ende noch nicht abzusehen ist:



An dieser Stelle nochmals Dank an die Menschen, die mir den Geradschleifer als Ersatz für den Dremel empfohlen haben. Ich fürchte, allein an diesem Boden würde ich mehrere Dremel pulverisieren :lol:

Der bereits fast blanke beifahrerseitige Fondfußraum, puhhh !!!



Der Fahrerfußraum mit ahnungsvoll abgelöster Blechschicht des vermutlich dreilagigen Bodenaufbaus:



Die rechte A-Säule, welche außenseitig schon aus einem aufgeschweißten Reparaturblech besteht:



Rost findet immer skurrile - und wenig handhabbare - Plätze, hier zwischen Fondlehne und Kofferraum fahrerseitig. Zu klären ist immer auch die Ursache ! Kommt hier etwa Wasser von außen rein ??



Schweller, die zweite (und nicht letzte !!) - das Rote ist natürlich ein bereits früher verbautes Reparaturblech:



Ein wenig ausgleichende Gerechtigkeit könnte man in den gewonnenen Auktionen sehen, die mir einige schöne Radsätze einbringen dürften:



Und so ganz nebenbei besteht wohl auch die Aussicht auf ein paar 5-Gang-Getriebe für die 43er :-)


Großflächige Versorgung und Wundversorgung

Das wunderschöne orangene Coupe, wobei sich das Adjektiv v.a. auf die Veranlagung und den Soll-Zustand bezieht :lol: , ist jetzt auch mal dran. Immerhin übersommert es ohne Scheiben die letzten, nicht immer trockenen Wochen nur mit einem Hütchen aus Plastik (eine große Folie) bedeckt draußen - mal abgesehen von offenen Wunden wie dem linken hinteren Schweller, der auf 40 cm Länge fehlt ...
Dort habe ich bereits mit der Versorgung begonnen:



Die Ein- und Ausbeulungen empfinden ein wenig die versteifende Profilierung des Blechs nach und waren denkbar einfach herzustellen:
Benötigt wird Schweißausrüstung, ein Ausbeulhammer mit einer Rundung, eine Bohrmaschine, ein Stück Holz, ein Schraubstock und ein Stück Blech, vorzugsweise verzinkt, sowie ein Feinschleifwerkzeug ("Dremel") oder eine Flex zum Entzinken des Blechs.
Man nehme einen größeren Bohrer, fräse eine Vertiefung in das Holz, zeichne auf Holz und Blech (bedseitig) die Grenzen des Beulens als Linie ein, beule auf dem Holz das Blech von beiden Seiten, vorn und hinten im Wechsel. Vor dem Einschweißen werden die zu schweißenden Ränder entzinkt, weil sich auf verzinktem Blech denkbar schlecht schweißen läßt und zudem giftige Dämpfe entstehen. Als weitere Vorbereitung werden nahe der Ränder des Werkstücks mit einer Lochpunktzange Löcher ausgestanzt, durch die dann geschweißt wird, siehe beim nächsten Werkstück. Zusätzlich habe ich das Werkstück noch an den Rändern angepunktet. Zum Fixieren des Blechs beim Schweißen werden Gripzangen oder Schraubzwingen benutzt.



Beim nächsten Werkstück läßt sich ebenfalls erkennen, wie es aus einem ebenen Blech entstanden ist. Zu beachten ist, daß für die Abfolge der drei Krümmungen das Blech am Rand eingeschnitten werden sollte.



Und so sieht es dann im Kofferraum aus:



Das Hütchen, welches in den Wochen seit Abholung des derzeit scheibenlose Coupe bedeckte, war mit Paketband festgeklebt worden, welches sich als besonders tückisch herausstellen sollte:



Die dunkleren Flächen sind ein extrem hartneckiger Kleberest, der quasi eine harte, solide Auflagerung bildet, die sich extrem resistent gegenüber Lackreiniger und selbst Autosol (!) zeigt. Letzteres ist wesentlich agressiver als jede Politur ! Die Rotfärbung ist das Ergebnis des Versuchs, diese mittels Verdünnung zu entfernen :-(

Ansonsten findet derzeit einiges an Wundversorgung statt, auch im Bereich der bald einzusetzenden Scheiben.


Im Klapprad-roten Coupe habe ich jüngst Teppich und Bodendämmung entfernt, um den Boden flächig zu entrosten, was dank dessen starker Profilierung zu 90% der Fläche NICHT mit der Flex geht sondern eines Gerad- bzw. Feinschleifers bedarf. Dessen tagelanger Einsatz im Coupe und zuvor in der orangen Limousine (Sunny) hat denn auch den eigentlich völlig solide daherkommenden Geradschleifer zugrunde gerichtet. Heute verschied er mit Lagerschaden. Zu Gute halten muß ich ihm allerdings, daß es dabei sich um B-Ware handelte, die bereits einige Zeit in einem anderen Unternehmen gelaufen war. Der neue ist schon da :)


Ein halbes US - oder nie wieder Unterbodenschutz !!

Eine neue Maßeinheit ist geboren: 1 US ist die Menge Schweiß, die es kostet, einen kompletten Unterbodenschutz zu entfernen.
Heute habe ich demnach ziemlich genau ein halbes US verdunstet oder abgewischt :lol:

Getreu dem Motto "Wissen ist besser als Nicht-Wissen" fing ich heute morgen an, den Unterbodenschutz zu entfernen, wozu mich u.a. die rostbraunen Verfärbungen entlang des an vielen Stellen aufgeplatzten U-Schutzes inspiriert haben. Die zu Rate gezogene Stahlbürste für den Winkelschleifer erwies sich tatsächlich als Mittel der Wahl, nachdem vergangene Versuche mit Flex mit Trennscheibe (unerträglich hohe Verdampfung des U-Schutzes) und Schleifscheibe (unmittelbares Zusetzen der Scheibe) ernüchternd geblieben waren. Die bürstende Flex tat nun ihren Dienst recht gut, auch wenn das Hochhalten der Flex (Überkopfschleifen) und der auszuübende Druck auf den U-Schutz schon ein gehobenes Kraftausdauertraining darstellen :lol:
Wie schon oft zuvor, wenn es um Werkzeug geht, waren meine eigenen Kräfte aber nicht das Limit, sondern nach etwa 5 Minuten gab der Winkelschleifer deutliche Rauchzeichen, welche ich als hinreichende Anzeichen für ernstzunehmende Übelkeit ansehen mußte. In der Tat war es ihm ein wenig warm geworden, man möchte sagen, kochend heiß :rolleyes:

Als Erstehilfenaßnahme blies ich ihm mit der Ausblasepistole frische Luft in die Mechanik und den Motor, was dann auch nach 2 Minuten die Rauchzeichen beendete. Von da an stellte ich mich auf Intervallschleifen mit vermindertem Druck ein (geringerer Druck -> höhere Drehzahl -> bessere Kühlung) und fragte bei meinem türkischen Dealer nach, ob er was zu bieten hätte, das nicht unter meinen Anforderungen binnen Minuten zusammenbräche ...

Derweil geht das Schweißen munter weiter und, was den Schweller des orangen Coupes betrifft, ist es auch schon am Ende :-)

Mein selbstgebauter Schweller



passt tatsächlich gut



und auch das angepasste Stück Seitenwand



passt:



Zum Vergleich: das ganze sah noch vor einer Woche so aus:



Hier noch ein mahnendes Beispiel für alle diejenigen, die ihrem Unterbodenschutz vertrauen:



Prinzip: der U-Schutz verliert seine Elastizität teilweise, wird brüchig und reagiert inadäquat auf mechanische Belastungen. An den Schadstellen dringt (wenn nötig sogar durch Kapillarwirkung) Wasser ein und gelangt nicht wieder nach außen sondern führt zu sich flächig ausbreitender Korrosion. Hätte nicht das orange Coupe einen hellen U-Schutz, wäre es womöglich nur im Rahmen einer peinlich genauen Inspektion des U-Schutzes aufgefallen, so aber sprang das Rostrot auf dem Hellen sofort ins Auge..

Ein anderes Beispiel hatte mir Sunny (die orange C1-Limo) geboten, dessen linkes Stehblech nach Schweißarbeiten wegen Durchrostung konventionell mit Unterbodenschutz versorgt worden war und dessen rechtes Stehblech nach Schweißarbeiten wegen Durchrostung mit Unterbodenwachs behandelt worden war. Eklatanter konnte der Unterschied nicht sein: die linke Seite zeigte bereits wieder gehäufte Anrostungen in dem Alter der Versorgung angemessener Tiefe, die rechte Seite hingegen zeigte sich nach Entfernen des Unterbodenwachses metallisch blank ohne jeden Ansatz von Rost :-)

Fazit: nie wieder U-Schutz sondern nur noch U-Wachs, der seine Dauerelastizität behält ...


Marathon bei > 30 °

Während Läufer und Läuferinnen beim Marathon je nach Fitness schon nach gut 2 bis etwas über 4 Stunden im Ziel sind, beginnen meine Entrostungstage in dieser und der letzten Woche meist um 9.30 und gehen - von anderthalb bis zwei Stunden Mittagspause abgesehen - bis mindestens 22.00, meist enden sie eher um 0.00 - und die gefühlte Anstrengung ist im Mittel sicher nicht geringer als beim Dauerlauf. Ein wenig wundere ich mich stets am nächsten Morgen darüber, doch nicht über Nacht in irgendein Koma gefallen zu sein :lol: Naja, die Kombination aus Dauerlauf und Yoga scheint dann doch eine gewisse Fitness und Belastbarkeit der Muskulatur zu bringen :)
In den letzten Tagen kommt mit dem Treibhauseffekt der Halle ein weiterer interessanter Aspekt hinzu. Tageshöchsttemperaturen von 30° bedeuten in der Halle Dauertemperaturen jenseits dessen !





Die beiden hinteren Radhäuser erspare ich mir an dieser Stelle zu zeigen, nur soviel: sie sind genauso weiß :)
Welche Arbeit darin steckt, läßt die Beschreibung der Abfolge erkennen:
- Stahlbürste (Entfernen des Unterbodenschutzes),
- Flex mit Fächerschleifscheibe (Entfernen der Grundierung und des nicht zu tief sitzendes Rosts),
- Geradschleifer und Dremel (Entfernung des tiefsitzenden Rosts und des Rosts, der aus topographischen Gründen der Flex nicht zugängig war),
- Roststoppgrundierung Brunox in 2 Schichten,
- Weißlack in 2 Schichten
Final wird später ein Unterbodenwachs aufgetragen, der mit Fluid Film Liquid A abgenebelt wird, damit dieses Korrosionsschutzöl in evtl. offene Poren oder Kanten des U-Wachses kriechen und diese versiegeln kann.

Die neue Flex von meinem netten türkischen Dealer scheint die Daueranforderung einigermaßen gelassen wegzustecken. Von cool kann zwar nicht die Rede sein, auch sie wird sehr heiß, jedoch scheinen Motor und Mechanik wesentlich größer dimensioniert zu sein - was man am Handling merkt ! Gefühlt wiegt sie das doppelte ! Immerhin hat der Motor mit 1,5 kW auch doppelt so viel Leistung wie das Spielzeug aus dem nahegelegenen Baumarkt. Für die technisch weniger Beschlagenen: ein Mofa bewegt Ihren Allerwertesten mit nur 1,2 kW den Berg hoch :lol:
Interessant kann es werden, wenn die Maschine ungeschickt geführt wird und das Moment der Maschine voll in Beschleunigung derselben und der mit ihr gerade verbundenen Körperteile umgesetzt wird :lol: Der dagegen eindeutig angenehmere Fall ist der, daß die Kraft der ungeschickt geführten Maschine in Kaltverformung des Werkstücks umgesetzt wird. Auch dies vermag durchaus zu beeindrucken !

Spannend sind auch die Drahtbürsten, die ebendiesen 1,5 kW anhaltend ausgesetzt werden. immerhin bewegen sich die Spitzen angesichts der über 10.000 Umdrehungen pro Minute der Maschine doch schon recht schnell. Nun kann es - und es wird ! - geschehen, daß der Zusammenhalt zwischen Draht und -bürste unter der Belastung verloren geht, was zu in Kleidung (und je nach deren Dicke auch Haut) einschlagenden kleinen Drahtpfeilen führt - deswegen also der Hinweis auf dem Karton der Bürsten, doch bitte Augenschutz zu tragen ...


Westernheldenfrage

Hat schon mal ein Westernheld (von mir aus auch -Antiheld) nach stundenlangem Gefecht keine Kraft mehr zum Betätigen des Abzugs gehabt und ist aus diesem Grunde erledigt worden ???
Zum Glück interessieren mich Western nicht die dort fliegende blaue Bohne, aber diese Frage stellte sich mir gestern Nacht, als ich bis 00.40 Uhr anderthalb Stunden lang etwa jede Sekunde den Knopf einer Spühdose mit weißem Lack betätigte, um die hygroskopische Roststopp-Grundierung von Brunox für eine zweite Lebenszeit des - mittlerweile 35 Jahre alten - Coupes zu konservieren - unterbrochen nur durch mehrfaches einminütiges Schütteln einer neuen Dose. Im ersten Druchgang gingen gut zwei Liter Lack drauf .... weshalb ich heute morgen erst einmal in der Nachbarstadt tief im Westen, wo die Sonne verstaubt, 40 neue Dosen eingekauft habe. Der nächste Unterboden kommt bestimmt .. :lol: Und der Innenboden auch ... und das bei mindestens 2 Coupes und einer Limousine ...
Diese Drückaktion ließe sich sicherlich im Ursachenkreis eines RSI (repetitive strain syndrome) einordnen :lol:

Vorher/Nachher:





Ist das schööööön ! :-)
Nur noch wenige kleine Schweißarbeiten, dann ist das Coupe karossserieseitig fertig !

15.8.2009
Blindkauf
Der erste echte Blindkauf, wenn man von einer aussagelosen, schwer erkennbare Teilansicht des Hecks per Mail mal absieht. Und ein Patient :lol:
Äußerlich gibt es wohl nicht viele, wenn überhaupt, Zonen, die man als rostfrei und guten Lackes bezeichnen kann, am ehesten noch Motorhaube und Heckklappe. Löcher gibt es im Unterboden mindestens zwei, oder sagen wir eher "Lochbereiche", als kleine, umgrenzte Löcher. Auch das Dach des multimorbiden Patienten ist befallen. Da ich mich aber wegen anderer Fahrzeuge eh mit dem Thema Dachreparatur auseinandersetzen muss ...
Dafür ist es ein Avant GL 5E mit AHK, NSW und ESSD, also ein potentielles Objekt der Begierde :lol: Irgendein Vorbesitzer war der Meinung, die blaue Innenausstattung eines 200ers würde den innen und außen grünen Avant aufwerten. Naja .. !
Den "I love boxing"-Aufkleber mußte ich zweifelsohne als erstes entsorgen und: dies ist das erste Auto, welches nicht zeitnah nach Erhalt eine Vollpolitur zur Begutachtung des Lacks, bzw. Unterscheidungsmöglichkeit Dreck-Rost erhält. Dieser Lack gilt a priori als nicht rettbar :lol:
Ein Teil der Tür und ein Radlauf scheinen schon mal neu eingeschweißt worden zu sein, diesen Schluß lassen jedenfalls gerade Linien von Rost zu ...









Bei diesem Anblick entsteht sofort der Wunsch, alle Zierleisten und Stoßstangen zu entfernen, Flex und Geradschleifer bereitzulegen und erst nach 5 Stunden wieder aus der Hand zu legen, wenn - abgesehen von Dach und Unterboden - Mr. Brunox sich den eventuellen Rudimenten des Rost annehmen darf, die sich der Sichtbarkeit entziehen ! Und so ähnlich sehe ich es auch voraus .. :lol:


Zwillinge - durchaus durch und durch
Nicht jeder Mensch, und die wissenschaftlich ausgebildeten vermutlich eher weniger, hat ein entspanntes, positives Verhältnis zur Astrologie.
Mein Verhältnis dazu beruht auf einer für eine Meinungsfindung durchaus hinreichenden Beschäftigung und läßt sich durchaus derartig bezeichnen - wobei ersteres von denjenigen, die mich näher kennen, durchaus als dreistes Understatement gescholten werden könnte.

Die Symbolik des Zeichens Zwillinge ist - näherliegend geht nicht - ein Päarchen Zwillinge. Die Zahl Zwei oder auch die Dualität soll demnach auch ein dem Zeichen innewohnendes Hauptthema sein. Gemeint sind zum Beispiel und vor allem der Dualismus Geist-Materie aber auch das Schwanken zwischen zwei Gegensätzlichen, so wie, bei eleganter, souveräner Beherrschung des "Zwillings" seiner Themen, das elegante Umschalten von dem Einen zum Anderen. Da ich mit einem Aszendenten namens "Zwillinge" ausgestattet bin, liegt mir die Vermutung nahe, daß auf irgendeine Weise die 2 bei mir ebenfalls eine Rolle spielen sollte. Nun ja, ich wohne auf ZWEI Etagen, habe schon sehr früh ZWEI berufliche Tätigkeiten augeübt (eine davon hat mit den ZWEI Zahlen Null und Eins zu tun), halte mich für vertraut mit wissenschaftlich-technischem Denken UND spirituell-intuitivem und dergleichen ließe sich sicher viel mehr finden, Bigamie exklusive :lol:
Ob dieses hinter den Kulissen mit begründet, daß meine entspannte Suche nach einem meiner Traumautos gleich derer ZWEI präsentieren sollte, überlasse ich dem geneigten Leser zu glauben oder für absurd zu halten.

Jedenfalls, und hier taucht eine gewisse Parallele zum Kauf der Magdeburger Autos auf, bot ein Autohändler ZWEI dieser gesuchten Fahrzeuge gleichzeitig an, beide zum selben Preis, der entweder seine Einschätzung des Werts im Angesichts des (mir allerdings nicht geoffenbarten) Wasserschadens oder einen gewissen Mangel an Typenkunde und automobiler Geschichtskenntnis vermuten, wenn nicht erkennen ließ ;-)
Da die von ihm bevorzugte Autobörse diejenige der beiden wichtigen ist, die diese Marke nicht kennt (!), geschah die Rubrikeinordnung schlicht unter der "nächstliegenden" Marke, welche Audi heißt und eins meiner bevorzugten Suchkriterien darstellt. Soviel historisches Gespür war dann bei ihm doch vorhanden.
Zu nächtlicher Stunde, dem Schlaf entgegensehend, aber noch nicht bereit dazu, blätterte (ich glaube, das ist die Art Tätigkeit, die einige Zeitgenossen als Daddeln bezeichnen) ich vor einigen Tagen ein wenig in den Börsen und stolperte über dieses verirrte Angebot. Stolpern hat im allgemeinen das Potential, den Probanden wach zu machen. So geschah dann auch mir in Form einer klaren, aber nicht unadrenergen Offensivlage der Art "wenn der das Ernst meint, sind die mir !" Was ich, wenn ich solches spontan weiß, durchaus durch und durch rasch und konsequent durchzusetzen neige.
Der nächste Morgen brachte dann also den Erstkontakt und auch binnen weniger Minuten nach einem eher unverschämt zu nennenden Gebot meinerseits die Einigung auf einen durchaus kaum weniger unverschämten Preis. Offene Aufgabe dabei für mich war die Abholung und die damit verbundene Entfernung: 700 km !
Eine zweite Parallele zum "Fall Magdeburg" gibt es damit hier - sonst wäre die Geschichte ja kaum rund :lol: - die Fahrzeuge sind so weit entfernt, daß beide mit dem Trailer zu holen etwa 4 "Manntage" Einsatz bedeuten würde. Also war klar, daß ich mich auf die Suche nach einem Spediteuer machen würde, der günstigstenfalls die beiden Wagen heranschaffen würde zu Kosten, nicht höher als ich sie hätte, wenn ich sie selbst holen würde, nur eben ohne meinen Einsatz der 4 Manntage ;-)

Das gibt's nicht, sagen Sie ? Lieber Leser, Sie wissen offenbar nicht, wie bunt die Welt ist .. :lol:
Viellleicht sind Sie einfach kein "Zwilling", dem zu eigen es ist, dies kennenzulernen :) Nicht höher ? Darunter !!!

Und weil sicher irgendwann der oder die Erste mit der neckischen Bemerkung auf mich zukommen wird, ob ich überhaupt noch den Überblick hätte, wann ich welches Auto geholt hätte, verschaff ich mir selbigen mal eben wieder und update die untenstehende Liste um die Kauf- und Abholdaten !


Padma ..

heißt der padmagrüne, weil er Lotus nicht heißen darf (Padma = sanskrit für "Lotus"). Lotus ist ja schließlich eine andere interessante Marke, weshalb der Begriff b.a.w nicht vergeben wird ! Man kann, mit nicht allzu großer Phantasie, darin durchaus die Andeutung des Nicht-Ausschlusses einer Möglichkeit sehen :lol:







Nu isse also da ! Die Ikone, die Avantgarde des Autobaus der 1970er Jahre !
Das Padmagrün kam eigentlich erst richtig zum Vorschein nach erledigter obligater Erstpolitur, welche ja immer ein wenig "kölsch" ausfallen darf (der "kölsche Wisch" ist ein nur überschlägiges Reinigen). Vorher war nur eine matte hellgrünliche Grundierung zu sehen :lol: Der eigenwillige Lack war dann auch spontan namensgebend: "Padma".
Der Wasserschaden ist noch immer gut zu erkennen, Spuren des Versuchs der Beseitigung dafür weniger ;-)



Auf dem Teppich der Fahrgastzelle liegt eine dünne Lehmschicht, was auf die Höhe des Wasserstands recht gut rückschließen läßt. Den Unterboden überzieht das gleich Material als eine sehr dünne Dreckschicht, die aber den Unterbodenschutz gut durchscheinen läßt. Netterweise zeigen sich in diesem wenig Risse, von unten erscheinen also alle von U-Schutz bedeckten Partien relativ gut, weniger hingegen stählerne Teile des Antriebs und der Bremsen, welche grundsaniert werden müssen. Das reichtlich vorhandene (eloxierte) Zier-Aluminium zeigte sich in einem völlig unglänzenden, von Reif kaum zu unterscheidenden Zustand, der mindestens 2 Jahrzehnte fehlender Pflege verriet. Wie immer bei einem in der Sammlung neuen Fahrzeug bekommt auch der Zierrat eine Politur um dessen Zustand beurteilen zu können - und vielleicht auch als Motivationsspender für spätere Tage, an denen der Umfang der zu leistenden Arbeit klarer werden wird :lol:
Neben weiterem Schatten (die hinteren Bremsen sind derart von Korrosion überzogen, daß sie evtl. komplett getauscht werden müssen, die vorderen noch gar nicht gesichtet), der Beulen gibt es mindestens vier erwähnenswerte, u.a. an beiden vorderen Türen und dem Dach hinten links,





gibt es auch Licht in Form einer - leider ebenfalls feucht gewordenen - ultraseltenen Stoffausstattung des Geschmacks "tobacco", welche den Seltenheitswert der Innenausstattung "koralle" beim Typ 43 um Längen schlagen soll :-)
Nur einige Highlights der Ro 80:
- Aerodynamik,
- Raumökonomie,
- sehr souveränes Fahrwerk,
- innenliegende (am Getriebe) Bremsen vorn,
- wegweisende Sicherheitsfeatures wie Scheibenbremsen rundum, Stoßprofile in den Türen,
- ölwechselfreier, turbinenartig ruhiger Wankelmotor

Wenn ich ihn mir länger anschaue, die technischen Features und Innovationen im Bewußtsein - erscheint er mir nicht nur seiner Zeit weit voraus, sondern auch gerade als Kind seiner Zeit und ihrem Bestreben, der eigenen Zeit voraus zu sein - und das macht ihn unverschämt sympathisch :)


Auswahl

Vom Youngtimer-Treffen in Herten, welches im letzten Jahr erstmalig stattfand, hatte ich vor einigen Wochen erfahren mit dem Hinweis, der Auftakt sei sehr gut gewesen und hätte viel Zuspruch gehabt. Da ich im allgemeinen die Arbeit an meinen Jungs ihrer ZurSchauStellung vorziehe, tauche ich nicht oft bei Treffen auf, aber jetzt schien es mir mal wieder so weit. Und in der Tat, es lohnt sich:



Mit welchem Wagen ich dort hinfahren würden, brauchte ich nicht lange zu überlegen. Es mußte natürlich der frisch auf LPG-Betrieb umgerüstete Gefährte sein und in der Tat, er war zwar nicht der einzige Typ 43 dort (es gab noch 4 weitere), aber der einzige Avant darunter. Egal, mit welchem anderen Youngtimer ich gefahren wäre - und das schreibend anerkenne ich, welch abgefahrene Luxusprobleme man doch haben kann - wäre ihm diese Exclusivität nicht zuteil geworden.


Den Himmel ..

.. als Namensgeber zu haben, ist unter allen denkbaren eines der vielversprechendsten Dinge. Was sich Audi und NSU bei der Namensgebung der Farbe aeroblau metallic gedacht haben, liegt auf der Hand, ist doch die Farbe die Bestapproximation an einen strahlenden mittelblauen Himmel. Diese Farbe hatte das Auto, welches, schicksalschwanger, meiner Mutter und mir im Jahre, sagen wir mal, 1978 in die Augen fiel und nicht mehr losließ, als es um die Ablösung unseres alten VW 1600 ging. Wenn sich ein Mensch und im Falle meiner Mutter sogar eine Frau, in ein Auto verlieben kann, dann war genau das geschehen. Der Technikcheck war dank der soliden Konstruktion des C1 eine Formsache und das Auto binnen kurzem gekauft. Daß es uns bereits nach vier Jahren durch die sachunkundige Entscheidung meines wenig autoaffinen und -kundigen Vaters, durchgerostete Kotflügel als Zeichen des nahenden Endes deuten zu wollen, verlassen mußte, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, vielleicht dient es als Kofaktor dessen, daß ich offensichtlich diesem Typ eine späte Genugtuung zu verschaffen gewillt bin.

Bis in hohe Lebensjahre wußte mein Vater die Spritzigkeit des mit 112 PS auf gut 1100 kg ihm klar zu sportlich anmutenden Wagens zu schildern. Daß der Nachfolger ein Opel Rekord wurde, dürfte meine Einschätzung wohl fundamental bestätigen :lol: Jedenfalls trauerten meine Mutter und ich dem Wagen sehr nach, ich um so mehr, als ich nur um wenige Monate zu jung war, um den Wagen nach erworbenem Führerschein zu übernehmen. Also blieb die Erinnerung als einziges Pfand.

Um so mehr freue ich mich, daß der vorgestern angelieferte Zwilling - wir diskutierten dieses Thema jüngst ;-) - genau diese Farbe hat: aeroblau metallic !
Zwar ist der Wagen in größeren Partien lackierbedürftig - der von einem Vorbesitzer applizierte Zweitlack ist dank unzureichender Vorbereitung wohl kaum das Geld wert, welches er einstmals gekostet haben dürfte :lol: - aber die Entscheidung, bei der Farbe zu bleiben, ist natürlich himmelklar.
Auch dieser ist ein Hochwasserschaden, nur ungleich dem ersten, dessen Unterboden b.a.w. einen relativ guten Eindruck macht, ruft dieser wohl eine mindestens mittlere Schweißorgie auf. Nichtsdestotrotz heiße ich ihn in der Familie herzlich willkommen :)


So, reicht's nun eigentlich langsam ? :lol:


Kaufstopp ? Baustopp !

Die lange Pause bis zum Erscheinen dieser Zeilen, auf die einige hartneckige Leser vielleicht gewartet haben mögen, ist dem Umstand zu verdanken, daß zum Nachlass meines mittlerweile in eine andere Seinsebene gewechselten Vaters die Betreuung meiner leider mittlerweile recht dementen Mutter gehört, was aus meiner üblichen 60-70-Stunden-Woche eine Art Denial-Of-Service-Programm macht ;-(

Demzufolge bin ich in den letzten Tagen zum ersten Mal wieder in Kontakt mit Werkzeug und Werkstücken gekommen, nicht ohne den festen Vorsatz, auch diesen Lebensaspekt wieder irgendwie zu integrieren.
Als wäre es zum Trost für vergangene Schrauberfreuden- oder mühen und deren Erfolge gewesen, ergab es sich jetzt, daß ich den Verkäufer eines in einer Börse angebotenen goldenen Typ-81-Coupes nach dessen tagelanger Abwesenheit tatsächlich erreichte. Ein goldenes Coupe hatte ich schon seit vielen Jahren interessant gefunden, zumal hier im Dorf deren zwei herumfahren, Typ 89 zwar, aber gut erhalten und sehr attraktiv ! Den zugemailten Bildern und kurzen Preisverhandlungen folgend, war in üblicher Tatze-Drauf-Manier klar, daß der Vorstellung die Tat folgen müßte und dem Coupe, so der Zustand den Beschreibungen und daraus resultierenden Erwartungen entspräche, nicht einmal der Status eines Restaurierungsobjekts zukommen würde, was ihn folglich nicht unter den Kauffstopp fallen ließe :lol:
Na gut, ein Bild vorab:



Interessant an dem Coupe ist die Tatsache, daß der 1-Hand-Besitzer offensichtlich der Meinung war, ein Auto kaufen zu wollen, an dem möglichst wenig defekt gehen kann, was in der Abwesenheit sämtlicher Extras, sogar des zweiten Außenspiegels, deutlich wird ! Außer dem goldenen Metallic-Lack und der sehr schönen Velour-Ausstattung ist das Auto quasi luxusfrei - mal abgesehen davon, daß es ein Coupe ist :lol:
Mehr noch, verbaut ist der leistungsmäßig kleinste Benzinmotor, den Audi je in einem Coupe abgeboten hat, der 75 PS 1,8 l Motorkennbuchstabe "DD", wie es ihn als MKB "DR" auch im Audi 100 Typ 44 gegeben hat. Wer ihn dort einmal gefahren ist, ahnt, daß er das fast 150 kg leichtere Coupe adäquat bewegen dürfte :) Und vielleicht kommt damit ja ein noch sparsamerer Geselle ins Haus als der Stürmer, der mit einem Winterkurzstreckenverbrauch von 9 l Gas glänzt !
Immerhin ist für das im März 1982 gebaute goldene Coupe, welches seinerzeit nie mit Katalysator geliefert wurde, noch eine Nachrüstung auf G-Kat und Euro 1 möglich mit dem Universal-VAG-Satz für 4-zylindrige Fahrzeuge bis 1810 ccm und 1190 kg Gewicht inklusive FahrerIn :) Und das sogar zu einem mit 400 Euro erfreulichen Preis ! Für den 924 kommt der Nachrüstsatz auf mehr als das Doppelte ...
Abgeholt wird der Wagen voraussichtlich im März, wenn mein lieber Freund Carsten, mit dem schon die einen und anderen Autos der Sammlung das Licht des Ruhrgebiets erblickten, wieder voll einsatzfähig sein wird :-)


Der Rost und die Zahnbürste

"Der Mathematiker würde lieber die Zahnbürste seines Kollegen benutzen als dessen Nomenklatur" - lautet ein geflügeltes Wort der Wissenschaftsgemeinde, "Nomenklatur" meint dabei die Art und Weise, etwas aufzuschreiben. So wenig dieser Spruch grundlos entstanden ist, wäre auch ich trotz aller mangelnden Zuneigung zu fremden Zahnbürsten vermutlich in der Lage, fremde Nomenklatur NOCH weniger erträglich zu finden :lol:
Diese unliebsame Abwägung kam mir in den Sinn bei der gestrigen Tätigkeit und ich erwischte mich, weitere Abwägungen in meinem Kopf auszuprobieren :lol: , die Bilder deuten es an:



Die Entrostung fremder Schweißnähte, die sich ja durch ihre topologischen Eigenschaften dem Einsatz der meisten üblichen Werkzeuge fröhlich widersetzen: Die Stahlbürstenaufsätze der Flex dringen nicht in die Zwischenräume, die Schleifscheiben noch weniger, und sie wären auch viel zu offensiv. Möglich und üblich wäre natürlich das Strahlen; da aber wie auf den Bildern teils zu sehen, die "Flächen" Löcher aufweisen, dränge Strahlgut in die dahinterliegenden Hohlräume, was dort zur Entlackung (oder Entölung) durch Bewegung des Strahlguts mit Folge vermehrter Korrosionsneigung führen würde. Nötig wäre also zuerst einmal, die Löcher zuzuschweißen; da man aber auf Rost ungern schweißt...
Wie außerdem diverse Strahlversuche in den letzten Monaten gezeigt haben, erscheinen die behandelten Flächen bereits farblich einheitlich und damit anscheinend rostfrei, lange bevor sie es sind. Nachbehandlungen mit Schleifwerkzeugen bringen dann häufig tiefer sitzenden Rost hervor, der auf der gestrahlten Oberfläche NICHT zu sehen war !
Ein weiterer Grund für den Einsatz des Feinschleifwerkzeugs ist die Tatsache, daß eben der höhere Materialabtrag es ungleich leichter macht, Stellen und den daraus resultierende Handlungsbedarf aufzufinden, die nur noch aus wenigen µm Dicke gesunden Materials bestehen, was beim Strahlen nicht auffallen würde.

Also bekommt das oben zu sehende Werkzeug wieder einmal ein wenig Zuwendung, viel Zeit und eine weitere Bewährungsprobe - die Feinschleifwerkzeuge der verschiedenen Hersteller hatten bisher Überlebenszeiten zwischen 2 Stunden und 2 Monaten :lol: - auch wenn der Materialabtrag mit dem "Dremel" natürlich höher ist als beim Strahlen - aber dafür ist das Werkstück ja auch sauberer. Schließlich ist der Umgang mit dem Gut "Auto" ein Stück weit ein hochgradig psychologischer: ich halte es, weil es "schön" ist und ich glaube, es hält und ist ökonomisch oder im Falle eines Oldtimers, es gewinnt langfristig sogar an Wert. Glaube ich dies alles nicht, würde ich es eher abstoßen. Der "Glaube" wiederum rekrutiert sich aus einem wilden Sammelsurium von Meinungen und Empfindungen,.... also essen wir an der Stelle letzlich überwiegend Weihnachtskeks: Spekulatius !
Grund für einen guten Glauben kann ich mir hier selbst liefern, indem ich versuche, gute, gründliche Arbeit zu leisten. Das Vertrauen in die aufzutragende Chemie, die letzlich nur eine monomolekülare Schicht Eisenoxyds (Rost) umzuwandeln in der Lage ist und dies auch nur je nach Wertigkeit des Eisens, ist eh i.w. begrenzt auf die sauerstoffabschließende Wirkung des EP-Grunds.
Leiste ich gute Arbeit, kann ich glauben, daß sich diese Arbeit und weitere ebenfalls lohnt. Lohnt sich die Arbeit, habe ich Motivation, weiterhin gute und bessere Arbeit zu leisten. Daraus läßt sich eine Rückverstärkung formulieren, die am Ende genau das bewirkt, was einen nie fertig werden läßt: Perfektionismus ! :lol:

Im Falle des klappradfarbenen Coupes heißt es nun, meterweise Schweißnähte mit mineralischen und Diamantschleifern verschiedener Dicke zu säubern, um am Ende eine im b.a.w. völlig rostfreie Schweißnaht zu sehen.
Über die andere Seite des Blechs wissen wir ja - solange wir nicht mit dem Endoskop in die Hohlräume schauen - rein gar nichts. Dort aber - Hohlraum sei Dank - dürfen dann die guten Korrosionschutzöle verschiedener Kriechfähigkeit und temperaturabhängiger Viskosität ihr gutes Werk tut. So übel Hohlräume im Karossereibau sein mögen, ein (!) gutes haben sie: sie brauchen nicht wieder lackiert zu werden, weil sie nicht gut aussehen müssen .. :lol.

Und dann gibt es noch zu erzählen, daß
- der Kat für das noch namenlose Coupe schon geliefert wurde, lange, bevor ein Termin zur Abholung vereinbart ist,
- ich mir tatsächlich Waffeleisen-Felgen auf dem Coupe vorstellen kann (wer hat noch welche übrig ??),


Weil's so schön ist ..

.. wenn's fertig ist, gleich zwei Bilder vom entrosteten und frisch grundierten Innenboden des klappradfarbenen Coupes :)





die Fahrerseite ist noch nicht ganz fertig. Derzeit läuft noch die Diskussion, womit die Grundierung bedeckt wird. Zu Wahl stehen u.a. normaler Decklack und darüber Schaumstoff oder Bitumen (wie es ab Werk war). Bitumen liegt mir allerdings nicht wirklich, da er neben fraglicher gesundheitlicher Verträglichkeit brüchig werden kann und sich darunter Wasser sammelt, gleichzeitig aber nicht kurzfristig zu Kontrollzwecken entfernt werden kann; ich liebäugele daher mit UnterbodenWachs auch hier, weiß aber noch nicht, womit er abgedeckt werden soll, um auf Dauer ein Einziehen in den Teppich zu vermeiden.

Derweil macht die Front Fortschritte, hier bereits fast fertig entrostet:



Weil es immer wieder krass deutlich wird, hier nochmals ein Hinweis an alle anderen Entroster :lol:
Was blank aussieht ist nicht unbedingt blank !
Im Bild ist eine metallgebürstete Fläche (oberhalb des Lochs ) zu sehen, die auf den ersten, groben Blick rostfrei ist. Bei eingehender Betrachtung würde man sehr kleine braune Stellen erkennen, im Bild oberhalb des Lochs noch gerade zu erahnen. Benutzt man nun ein Schleifwerkzeug - hier war es der Geradschleifer - sieht man viel klarer, was sich noch alles verbirgt. Wohlgemerkt, dies ist keine Durchrostung von innen (Schweller) nach außen sondern ein Oberflächenrost (außen nach innen). Das sollte die Wichtigkeit der Kontrolle mit anderem Werkzeug als dem Drahtbürstenvorsatz klarmachen. Selbiges gilt meiner Erfahrung nach für gestrahlte Werkstücke ! Wichtig ist auch die Kontrolle aus verschiedenen Blickrichtungen und mit verschiedener Anleuchtung sowie am besten mehrfach schräg zueinander laufende Durchgänge der Behandlung mit dem Schleifwerkzeug.



Ach ja, der Winter als Designer, Teil 2, hier sogar mit ausgeprägtem 3D-Effekt :cool:



Und da ich schon mal wieder gut in Fahrt bin, was handwerliche Dinge betrifft..



.. ersetz ich auch gleich zu Hause mal den Innenboden :lol: Ich freue mich schon auf den netten Kontrast zwischen Granit und Parkett !



Spontaner Leben

Das Parkett, dessen Muster oben zu sehen ist, gab's im Baumarkt meines Vertrauens - ich vertraue darauf, daß er da steht, wo ich ihn zu finden gewohnt bin und beim nächsten Mal wieder suchen werde, ansonsten mehr des gesunden Mißtrauens, was Kompetenz der Mitarbeiter und Qualität der Waren betrifft - war Abverkaufsware zum unglaublichen Preis von 8 Euro / m². Da außer mir noch andere Kunden preislich hinreichend orientiert sind, um das als äußerst günstig einschätzen zu können, ist in solchen Fällen rasches Handeln geboten, weshalb ich heute kurzentschlossen den Avant mit 42 Paketen Parkett, das entspricht 67 m², vollgepackt habe - Zeit und Gelegenheit mal wieder für ein Loblied auf das Raumschiff und seine Artgenossen :)

Nach dieser Aktion hätte kein Weiterer mehr die Chance dazu gehabt :lol:
Das Raumschiff hat es nur ein "Ah, mal was anderes !" gekostet ;-)
Mal eben im vorher-nachher-Vergleich:

Vorher:



Nachher:



:lol:

Was gibt's neues in der Invasion ? Nach dem ganzen Grau des Fliesenlegens (Himmel: meist grau, Kleber: hellgrau, Fugenmasse: basaltgrau, Fliesen: grau meliert) gibt's Weiß:



und leider auch den Tod des - ich hab mitgezählt - mittlerweile 4. Dremels und Artgenossen :((
Ab ins Fegefeuer, kardiales Training, damit in der nächsten Inkarnation nicht wieder der Motor versagt !!


Frische Waffeln ...




Von Wüsten und Heimaten
Gobimetallic heißt die Farbe des oben bereits gezeigten Autos, welches zu den "Waffeleisen" gehört. In einer netten 18-Stunden-Aktion habe ich ihn am Freitag mit Carsten zusammen aus einem kleinen Ort in der Nähe von Basel geholt - der letzte gemeinsame Autokauf liegt ja auch schon wieder ein wenig zurück .. :lol:
Wie es scheint, hat das Coupe die letzten 28 Jahre relativ gut überstanden und auch die letzten 4 Jahre reinen Stehens, denn nach ein wenig Starthilfe lief der Motor sauber durch :) Wie meist bei den Audis mit Velour-Innenausstattung zeigt sich diese auch in diesem Alter von ihrer besten Seite :)

Es ist ein Vorfacer mit den klassischen Doppelscheinwerfern und Stoßstangen, unter denen noch lackiertes Blech zu sehen ist :)



Die ersten Jahre seines Lebens verbrachte das Coupe in Heiligenhaus, also fast neben der Invasion, womit man fast sagen kann, es käme jetzt wieder nach Hause :lol:
Auf der Fahrt zeigte sich dann, wie wichtig eine korrekte Beschilderung auf unseren Straßen ist: Beim Überholen eines langsameren LKW fuhren wir in eine Baustelle ein, in der sich die linke Fahrspur plötzlich und NICHT ANGEKÜNDIGT auf 2,00 m verengte - was für 2,46 breite Hänger nicht ganz passen dürfte. Nur mit einer Vollbremsung, die den LKW dann rechts an uns vorbeiziehen ließ, war die Situation noch zu retten :grrrr:

Hatte ich auf der Fahrt noch von einem ruhigen Samstag zum Ausruhen geträumt, erreichte mich unterwegs der Anruf, ich solle "den Rest" vom Holz des gefällten Baum jetzt abholen, den die für die Fällung verantwortliche Person vor Ort hinterlassen würde. Der Rest entpuppte sich als der ganze gescheibte 3-stämmige BAUM



4 Hängerladungen plus Avant-Kofferraum haben nicht ganz ausgereicht, um den Baum nach Hause zu schaffen, wo er derzeit provisorisch in der Garagenabfahrt lagert. Und gut 10 Tonnen Holz zu bewegen ist eher Ausdauersport als Ausruhen :lol:


Noch mehr Waffeln, noch 'ne Bühne und ne Menge Trouble :lol:
Was macht man mit einem Coupe, dessen scheinbar einzig ernsthafter Mangel ein festsitzender Motor ist ?
Man öffnet den Schrank, holt eine Dose (natürlich alkoholfreien) Optimismus heraus und bietet, bis man gewonnen hat.. - oder, wie es hier heißt, Tatze drauf !



Ich bin sicher, er wird sich in der Gesellschaft der anderen Coupes wohl fühlen :) Es handelt sich um ein frühes 1984er Coupe, also noch einen Vorfacelifter, aber schon mit den integrierten Scheinwerfern, allerdings den nur im Modelljahr 1984 gebauten geraden, was die Ersatzbeschaffung dramatisch erschwert !



Einen solchen originalen fast rostfreien Radlauf sieht man beim Typ 81 nicht alle Tage :) Mal ganz abgesehen von der schönen hellblauen Farbe "saphir" und dem schönen "DS"-Motor :) .. und ja, Waffeln :lol:



Ein interessantes Feature sind die Scheinwerfer, deren Reflektoren ihne namensgebende Eigenschaft fast vollständig verloren haben :lol:
Über dem Blinkerbirnchen fehlt ein kleines gelbes Kunststoff-"glas" sowie ein kleiner Metallrahmen; der Ausschnitt für die Blinker ist nach Produktion der Stoßstange im Werk von Hand geschnitten worden ! Wie einfach doch damals Autos produziert worden sind .. :lol:



Trotz aller gut gemeinten Versuche und auch adäquatem Krafteinsatz wollen sich die Kolben im Motor jedoch keinen Millimeter bewegen, was dem Kenner aus folgendem Bild erahnbar wird:



Deshalb steht nun eine Herz-Transplantation bevor.

In der Zwischenzeit macht das Projekt "zweite Bühne" Fortschritt :) Allein, bis sie betriebsbereit ist, könnte sie, da Hydraulikbühne, wieder eine spannende Herausforderung darstellten ...


Ein paar Tage später hat diese Bühne die ersten beiden Auspuff-Rettungs-Schweißereien und den ersten Fahrwerkswechsel schon hinter sich :)

Noch etwas Großes ist geschehen: ich habe einen 43er Avant 5E NICHT gekauft
:shock: !!!



Weiterer Erklärungen bedarf es da wohl nicht ... ;-( Ich war sogar zu geschockt, um ein Taschengeld für das Fahrzeug als Motor- und Getriebespender zu geben .. :lol:

Onkel Bert wurde zwischendurch schwer kupplungskrank:



Der Versuch, den meteorfarbenen Avant 5S wiederzubeleben - der hiermit endlich auf den Namen "Meteor" getauft wird - wurde von einer technischen Tücke umgehend zurückgeworfen: Der fehlende Vergaser ist ein anderer, als bei allen anderen 5S, die als Spender in Frage gekommen wären :rolleyes: Mehr noch, auch Ausaugbrücke und Zündverteiler sind andere und passen nicht !!




Da die Schweller des Meteor das Prinzip der Entropie wohl nicht absonderlich anstößig fanden, und diese Teile kaum noch für Geld und gute Worte aufzutreiben sind, bin ich nun auf der Suche nach einer Abkantbank, um mir das Klöppeln am laufenden Meter zu ersparen ..


Herztransplantation

Er lebt !
Die Herztransplantation ist erfolgreich verlaufen. Das Spenderfahrzeug, eine verunfallte Audi 80 Limousine, hat ihn freiwillig und ohne Zicken hergegeben und der Saphir hat ihn gerne und ohne erkennbare Abstoßungsreaktionen angenommen. Schön an Transplantationen bei Autos ist ja, daß man im Gegensatz zur Humanmedizin danach ohne immunsupprimierende Dauermedikation auskommt :)



Dennoch war das erste Anlassen ein mit großer Spannung erwarteter Augenblick. Da der Wagen in den letzten rund 10 Jahren kaum jemals gestartet wurde, waren natürlich einige Startversuche mit dem Startpilot nötig, bis die vom Motor getriebene mechanische Kraftstoffpumpe wieder Sprit vom zuvor trockenen Tank durch zuvor trockene Spritleitungen befördert hatte, aber dann lief er sauber :)
Nach einer knappen Minute zeigte sich dann, daß einer der verwendeten Schläuche hinreichend undicht und zudem seine Schelle genügend mißkonstruiert war, um den Motorraum in eine türkische Dampfsauna zu verwandeln. Nachdem die Ursache beseitigt und das ausgetretene Wasser abgeputzt war, ist er nun auch dicht :)
An dieser Stelle nocheinmal einen herzlichen Dank an Benedikt und Hartmut, für die diese Transplantation NICHT die erste war...


Rettungsprogramm für den abgestürzten Meteor
Verlassen wir für einen Moment das Projekt Saphir und machen ein neues auf - schon wieder ?? :lol:
Schaut aus, als würden graue 43er eine gewisse Faszination besitzen, kaum ausgeliehen, schon entsteht der Wunsch, ein solches Auto regelmäßig zu fahren :lol: Machen wir also den meteorfarbenen Avant fertig - das mit dem Vergaser wird sich schon lösen lassen ... Benedikts ursprünglicher Zeitrahmen, mit dem Wagen den Sommerurlaub zu verbringen, könnte allerdings ein wenig zu optimistisch gewesen sein ;-)

Kaum auf der Bühne wird klar, daß es sich bei Meteor um eines der eher deutlicher restaurationsbedürftigen Objekte handelt. Die Schweller sind überwiegend nichtexistent oder hängen in Fetzen herunter, der vordere Unterboden angrenzend an die Schweller hat sich gleich mit aufgelöst, als hätte der Gasbrand das Fleisch erwischt !

Über sämtliche angerosteten Kanten (also alles, was in irgendeinem Sinne "unten" ist :lol: z.B. alle Türen, Vorderwagen, Heck) hatte einer der Vorbesitzer Edelstahlbleche (!) genietet (!) , als wollte er ihn zügig mit der Waffe der Kontaktkorrosion mit möglichst wenig äußerer Sichtbarkeit zu Grunde richten :grrrr: Selbst die Kotflügel hatte er nicht ausgespart, so sieht das dann aus:

Natürlich hatte er nicht mit unserer Verwegenheit gerechnet, in selbst so fortgeschrittenem Stadium ein Rettungsprogramm aufzusetzen :lol:
Die Sicherungen, einmal aus ungewohnter Perspektive:




Nicht abwesend: der berüchtigte PU-Schaum-induzierte D-Säulen-Rost ! Dafür ist dann mal das Werk als Verursacher zuständig ;-)
So sieht das nach dem Eröffnen aus:




Wir wir das sanieren, wird später verraten :)


Kinders, wie die Zeit vergeht - reloaded...
Hab ich in der letzten Zeit überhaupt etwas geschafft ?
My Goodness !!! Ich kann kaum glauben, daß schon wieder Monate vergangen sind, daß ich zum letzten Mal zum Schreiben gekommen bin, dabei war ich in der Zeit nicht wirklich untätig ;-)

Beim gerade oben gezeigten Meteor habe ich angefangen, die Innenschweller wiederherzustellen



Das Orange Coupe S hat einige Kratzer, teils bis auf das blanke Metall gehabt, die sind mittlerweile grundiert und an einigen habe ich mich auch mit Lackierarbeiten versucht:




Na, wer findet die Stellen ?? ;-)
Selbiges hat nun auch ein handgeklöppeltes oranges Abschlußblech und auch der Kofferraumboden ist farblich wieder auf dem Stand:


Die mitgelieferten Kotflügel waren zwar neu, aber eher in einem bedürftigen Zustand, da deren Grundierung, mit der es Wetter - und dem Klebeband - ausgesetzt war, mit dem Begriff dürftig noch zu nett bezeichnet wäre.




Ich habe sie in einer etwas länglichen Aktion von Hand abgeschliffen und nur wo Bedarf war maschinell entrostet.. Wie schön, als sie dann endlich in der Wunschfarbe erstrahlten:






Sunnys (die orangefarbene C1-Limousine) Kotflügel sehen leider noch nicht so gut aus, der erste hatte die falsche Farbe



der zweite hatte - und hat derzeit immer noch - innen eine sehr unschöne Farbe !



Die Kotflügel des klappradfarbenen Coupes hab ich auch gleich gerötet



und schon mal angefangen, die Platte, soweit vorbereitet, zu lackieren.



Den Kofferraum gleich mit ..



Dem Klappradfarbenen Coupe tat dann auch ein wenig Farbe ganz gut - oder besser mir und meiner Motivation ;-)
Wie immer passten die ausgemessen und gelieferten Farben nicht wirklich !!



Dem Alpin, der weißen, zuvor teils milchkaffeefarbenen 5S-Limo, stand ein wenig frische Farbe auch gut, auch wenn auch diese nicht genau traf, weil einen Ton zu dunkel:



Mokkas krummes Seitenteil hat eine weitere Lage Spachtel erhalten, ist aber immer noch nicht glatt genug, um lackiert zu werden ;-(



Und so sieht es aus, wenn ich den Flex- und anderen Staub aus der Arbeitskleidung wasche ...



Die linke Seite der Platte hatte ich lange vor mir hergeschoben - die rechte hatte sich ja als sehr unliebsame Arbeit herausgestellt..



Sunnys linker hinterer Radlauf sieht auch wieder ein wenig appetitlicher aus:



Dem Albino ist auch ein wenig Entrostung und Farbe angediehen, z.B: die Kanten unter den Dichtungen der Heckklappe links und rechts wie auch die linke hintere Ecke über der Zeitung



Des KFC Motorhaube ist jetzt auch nicht mehr blau ..



Die linke Dachrinne der Platte stellte sich leider als komplett verrostet heraus, teils sogar bis relativ tief hinab, was auch abgestellt wurde:



Am Alpin hab ich die verbeulte hintere rechte Ecke entrostet



Der CS wird in schwarz viel besser aussehen als mit dem nicht mehr zu rettenden weinroten Lack, was ich schon mal antesten mußte ;-)



Benedikt hat in der Zwischenzeit seiner Lust auf einen 200er nachgegeben



der sich allerdings als auch kein kleineres Restaurirungsobjekt darstellt als der durchschnittliche Invasor ;-)

Meteor hat nun einen neuen Radlauf hinten rechts - Premiere für mich - bekommen:

Das Wurstbrot brauchte HU und dazu war ein chirurgischer Eingriff Am Seitenteil/Schweller nötig




Und: die 5-Gang-Getriebesammlung wächst :)

Meteor macht kleine Fortschritte:





Das Loch in der D-Säule ist übrigens schon geschweißt; Bilder werden nachgereicht..

Alpines Abschlussblech hat neuen Lack und auch die Ecke wieder eine vernünftige Form :)



Am inarifarbenen CD 5E Automatik VFL fanden erste Entrostungsarbeiten statt:



Der Stürmer brauchte nicht nur einen neuen Radlauf (weil durch) sondern dort auch ein wenig Spachtel und Lack, was auch schon weitgehend erledigt ist :)



Dort, wo jetzt keine Klebereste mehr zu sehen sind, hatte er mal eine Delle und einige Rostlöcher ..



Die ersten Versuche mit der Verarbeitung von Unterboden-Wachs waren sehr erfreulich:



Und nebenbei mußte noch Onkel Berts Loch im Hosenbein, sprich, Kotflügel vorn, versorgt werden - ach ja, viele Kleinigkeiten fallen mir gar nicht mehr ein und das Leben ging auch noch weiter. So gesehen, hab ich ja doch etwas geschafft.. :lol:


Und täglich stopf' ich ein Rostloch

Wer sich noch an den Schrecken erinnert, den die sukzessive Entdeckung der Details von Sunnys Zustand hervorriefen, wird wissen, daß es bei diesem Tempo folglich viiiele Tage brauchen wird, alle zu stopfen :lol:
Von einer Nachfrage eines Forenkollegen veranlaßt, habe ich tatsächlich mal gezählt, wieviele Autos derzeit "in der Mache" sind und kam bei nicht allzu großzügiger Interpretation auf 8. Allein deswegen und weil der gemeine Mensch noch ein Erwerbsleben führt, dürfte es kaum gelingen, tatsächlich täglich eins zu stopfen, aber immerhin: es tut sich etwas:

aus



wird



die abgenagten Innenstreben habe ich dabei erst einmal nicht komplett ersetzt, weil dafür der ganze Außenschweller abgetrennt und am besten erneuert werden müßte sondern unten ergänzt. Die Schwellerbleche haben offensichtlich nur eine Stärke von 0,7 mm, was ich allerdings in den Reparaturblechen u.a. wegen der leicht angegriffenen Innenverstrebung, durch 1,0-mm-Blech ersetzt habe.

Nebenbei wird auch der Boden des Meteor weiter geflickt; dieser Flicken



ist für jenes beeindruckende Loch



auf der Beifahrerseite gabe es ein entsprechendes, nicht minder großes :lol:

Seine hintere linke Tür, die einfach "durch" ist



Ist mittlerweile auch wieder "ganz". Die Unterkante war fast auf ganzer Länge durch- oder weggerostet, was ich dann auch - leider nicht sehr gut auf dem Foto zu erkennen - auf ganzer Länge erneuert bzw. geschweißt habe.



Auch dringend mal wieder fällig war - neben Schutzgas, neuen Düsen, neuem Schweißdraht, und einigem anderen Verbrauchsmaterial - weißer Lack zum Abdecken der hygroskopischen Grundierung :lol:


Mal schauen, wie lange dieser Vorrat hält ;-)

In Sunnys Boden sind ab Werk viele kleinere und größere Löcher, die mit Stopfen versehen sind. Da dort der Unterbodenschutz gerne zu erst reißt, frage ich mich, ob ich diese nicht wegoptimieren sollte ... ;-)


Ich hätte es trotzdem getan ... :lol:
In den letzten Wochen hat sich noch einmal genauer herausgestellt, aus wievielen Löchern Sunnys Boden eigentlich besteht.
Ich denke, auch wenn ich den Reparaturbedarf vorher gewußt hätte, ich hätte mir den Wagen als schönes Übungsobjekt nicht entgehen lassen, immerhin muß ich mich als Neuling im Thema ja ein wenig im Schweißen üben - und außerdem ist er orange !! ;-)

Vor kurzem habe ich das bisher größte eingeschweißte Stück Blech eingesetzt, ein Teil des Stehblechs des klappradfarbenen Coupes (KFC) mit großem Durchbruch zum Wasserkasten, der leider an der Stelle auch recht inkontinent war - wenn auch nicht ansatzweise so dramatisch, wie auf der anderen Seite, wo noch ein ca. 20 * 10 cm großer Flicken auf mich wartet ;-)
Die beiden Löcher im Blech sind nicht zufällig: das Blech verdeckt und versteift (an weiteren innenliegenden Punkten lochgeschweißt) das originale, mittlerweile etwas zerklüftete Stehblech mit dem wegoptimierten "Transportkasten", der im Originalzustand unterhalb des Wasserkastenauslaufs als absolute Prädilektionsstelle für Rostbildung die Halbwertszeit des Stehblechs minimiert ! In die Löcher wird nun nach Ende aller Schweiß- und Lackarbeiten Korrosionsschutzöl gespritzt, bevor sie später verschlossen werden ...



Mit U-Wachs sieht das ganze dann schon etwas netter aus, wenn auch der Bereich um das Federbein aufgrund mangelnder Zugänglichkeit noch nicht vollständig entrostet ist, das Bein muß also bald ab !




Eine wiederhergestellte Kotflügelauflagekante, die zuvor ebenfalls aus unzähligen Löchern bestand



Zwischendurch sind auch mal andere Jungs dran, z.B. der Stürmer, der ja wieder auf die Straße soll, sobald das Abgasgutachten für die Gasanlage da ist ... ;-( Thema war hier sprichwörtlich umfassender Kantenrost am Stehblech.



in Originalfarbe mit Klarlack sieht das dann schon wieder fast wieder wie neu aus :)



Ebenfalls nach Entrostung grundiert und später lackiert: die linke Regenrinne mit Zierleiste haltender Kante beim KFC links - noch keine Ahnung, wie das rechts aussieht



Ein recht aufwändiges Thema sind die Radhäuser des KFC, in denen sich unter hinreichend dickem Unterbodenschutz genug unbeobachteter - oder geflissentlich überkleisterter - Rost einnisten konnte, hier links vorn



nicht minder rechts vorn, jeweils in einem frühen Stadium der Entrostungsarbeiten, die immer noch nicht abgeschlossen sind. Dafür sind Unpäßlichkeiten mit dem Dremel Fortiflex verantwortlich, dessen Bohrfutterschlüssel vor wenigen Wochen brach: der Dorn, der ins Bohrfutter greift, ist abgebrochen und das Ding für die nächsten zweite Monate NICHT LIEFERBAR !!! :grrrrrrrrrrr:
Wenn Dremel - sprich Bosch - das Gerät nicht als "Werkstattgerät" verkaufen würde, könnte man fast noch Verständnis haben, aber in diesem Falle ...
Die Suche nach einem Ersatz-Bohrfutterschlüssel blieb völlig erfolglos, keiner am Markt scheint einen solch dünnen Dorn zu besitzen. Deshalb habe ich mir einen Schlüssel mit gleichem oder sehr ähnlichem Zahnkranz besorgt und den Dorn mühsam schmaler gefeilt - dabei habe ich weder Vater noch Mutter erschlagen - letztere wäre sogar noch in der Lage, das zu bezeugen ... ;-)
Weitere Defekte an dem werkstattmäßig beanspruchten ( :lol: ) Gerät: die Welle brach - endlich ... Ich hatte auch nicht geglaubt, daß sie ewig halten würde... Ähnlich unangenehm ist aber die Tatsache, daß das Bohrfutter mittlerweile nicht mehr sauber die Schleifwerkzeuge festhält; zumeist muß ich nach einer halben Minuten das Werkzeug wieder neu einspannen, weil es schon wieder völlig lose ist ! :grrrrrrr:
Zum Umgang mit dem Fortiflex scheint sich die Strategie aufzudrängen, sämtliche bekannten und vermuteten Schwachstellen als Ersatzteil auf Vorrat liegen zu haben - anstatt 2 Monate nicht arbeitsfähig sein !



Die nächste Roststellt zählt sicherlich auch nicht zu den beliebtesten, neben dem Kofferraum unmittelbar unter der Heckscheibendichtung:



Ich habe es tatsächlich geschafft, der Dichtung beim Schleifen und Schweißen keinen nennenswerten Schaden zuzufügen - ganz billig sind die Dinger ja auch nicht ;-)
Das nächste begann als einige kleine, harmlos aussehende Rostpocken an der hinteren Stoßstangenaufnahme:



nach wenigen Minuten sah das dann so aus:



Ach ja: lerne Ordnung, liebe sie ... Der Boden ist einfach nicht groß genug, um alles Werkzeug gut verteilt und vollständig sichtbar ausgebreitet liegen zu lassen :lol: Wenn man überlegt, daß die Wägelchen heute schon für 70,- Euro zu haben sind ...



Radhaus des KFC, die Dritte ... und zwar nach oben in Richtung der Querverstrebung hinter dem Federbein. Das ist eine echt mühsame Drecksarbeit ! Und damit warte ich bis ich wieder einen funktionsfähigen Fortiflex habe ...



Schönes gibt es vom Saphir zu berichten, dem saphirblauen Coupe Typ 81 mit MKB DS: die Radhäuser waren werkseitig mit Lack auf U-Schutz auf Grundierung gefertigt worden, was sich in diesem Falle bestens bewährt hat !
In den Radhäusern gibt es KEINEN Ansatz von Rost :) Eine weitere Schicht U-Schutz war wohl später aufgebracht worden und ist mittlerweile nur noch rudimentär vorhanden, teils besteht sie hauptsächlich aus LOCH :lol: Klar, daß hier noch eine satte Schicht U-Wachs hinzukommt.
Die Radkäufe sind übrigens auch in unerwartet gutem Zustand und der Unterboden scheint ebenfalls rostfrei zu sein :) Insgesamt ein karosserieseitig selten gut erhaltenes Typ 81 Coupe !



Auch der Vorderwagen sieht sehr gut aus, nichtmals Kantenrost am Schloßträgerblech - bis auf eine unerklärliche Stelle am Ende des rechten Längsträgers im Übergang zum Frontblech, hier mußte geschweißt werden ...



Doch zurück zu Sunny:
das ist ein Stück Fahrerfußraum, von unten fotografiert und von oben beleuchtet.
Weitere Kommentare erspare ich mir außer dem, daß die Rostbildung i.w. von OBEN kam ! Es gibt weite Partien, die von unten nach Entfernen des U-Schutzes blank sind, von oben aber deutlich verrostet... wer hat das Wasser hereingelassen ???



Im Beifahrerfußraum mußte auch eine ansehnlich große Stelle ersetzt werden



Der Fahrerfußraum hatte das hier noch vor sich - und nicht, daß es die letzte Stelle wäre ...



Zum Glück sind die V-förmigen Versteifungsbleche in den Fußräumen nicht massiv angegriffen und können erhalten werden - dafür waren sie einfach aus zu dickem Blech - wie bei Daimler die ganzen Autos ... :lol:

Und zuletzt für heute ein Stück Boden neben dem Mitteltunnel ...



... was natürlich auch großflächig ersetzt wird :lol:


Lochspaltschweißverfahren
Die logische Erweiterung des Lochpunktschweißverfahrens müßte wohl so heißen ;-)
Um die neue Bodenplatte mit den V-förmigen Trägern zu verschweißen, erschein mir das Ausmessen und Bohren mehrerer Löcher zu aufwendig, weshalb ich als rationelle Alternative drei zwei Flexscheiben dicke Spalte in die Platte schnitt - was ungleich schneller geht als mehrere Löcher in das Blech zu bohren - und siehe da, das Ergebnis war genau das erhoffte: eine satt und fest sitzende Bodenplatte - womit Sunnys Fahrerfußraum schon wieder ganz manierlich aussieht :)

Wir erinnern uns: Ausgangszustand war bereits fehlendes und ahnungsvoll hochgebogenes Blech, wobei ich zugeben muß, daß mich das doch erschreckt hat und ein Gedanke aufkam wie "kommt Zeit, kommt Rat ... " ;-)



nach Entfernen des ganzen bedeckenden Schrotts zeigt sich die Löchrigkeit der Blechpartien im Durchlichtverfahren - nachdem ich bereits das erste Blech eingeschweißt hatte, im Bild gut zu erkennen :lol:



.. hier ist bereits das zweite Blech drin, das den resizierten Übergang Bodenblech-Mitteltunnel erneuert - mit Öffnung für Einbringen von Korrosionsschutzöl, schließlich liegt darunter ein Hohlraum: der rechte Teil der V-förmigen Verstärkung !



Stand nun mit noch rohen Schweißnähte- und allen Löchern für die Hohlräume ;-)


Was den einige Bilder zuvor gezeigten Schrott über vermutetem Blech betrifft, sah das schon ziemlich schockierend aus, es kam jedoch der tröstliche Gedanke auf, daß unter dem Schrott wohl irgendwo eine Schicht brauchbaren Blechs sein sollte - und wenn nicht, wäre dort bald "nichts" außer vielleicht dem Boden, das heißt, es wird ein neues Blech eingeschweißt


Wie sich die Bilder gleichen ..
Eine weniger ergonomische Stelle um Bleche einzuschweißen, ist zweifelsohne der Wasserkasten. Da dort aber ein ca 20*15 cm großes Loch klaffte ...



Das folgende zeigt eine Dauerbaustelle der letzten Wochen: das rechte Radhaus des klappradfarbenen Coupes, hier ein quer zur Fahrzeugrichtung verlaufendes Versteifungsblech im Spritzbereich der Räder ! Eine höchst unerfreuliche und unergonomische Arbeit, bei der der abgetragene Rost zumeist der Schwerkraft entsprechend in die Richtung fällt, aus der man als einzig mögliche schauen kann, was man da gerade tut ;-( Nun denn, auch das ist mittlerweile sauber :)



so daß ich endlich das ganze Radhaus grundieren konnte :)) Die hellgräulich erscheinenden Bereiche vor dem Lampenhaus rechts oben im Bild waren in so gutem und unzweifelhaftem Zustand, daß ich dort gerne die Originalgrundierung belassen habe.
Die 10er Schraube, mit der der obere Dreieckslenker an der Achse befestigt war, war in keiner Weise zu retten, der Rost hatte die Schraube und auf der anderen Seite die Mutter so sehr mit dem Untergrund verbacken, daß nur noch die Flex half :lol:



Da an der Platte bald technische Arbeiten (Bremsen, Austausch des alten 4-Gang-Getriebes gegen ein 5-Gang-Getriebe, Kupplung,..) anstehen, schläft diese ab jetzt auf der Bühne und das immer noch namenlose orange Coupe S darf im ab und zu etwas wärmeren Bastelbereich wohnen. Vor längerer Zeit hatte ich dort den Unterboden und die Radhäuser gemacht, leider aber den weißen Lack nicht an allen Stellen in hinreichender Schichtddicke aufgetragen, bevor ich den Wagen wieder nach draußen stellen mußte :( so daß jetzt ein klein wenig Nacharbeiten dran war. Da zeigte sich, daß die Wahl der Farbe weiß klug war, denn Rost ist auf weiß super zu sehen :lol:
Angemerkt sei, daß um Unebenheiten zu erkennen, weiß wenig geeignet ist, "Farbe" der Wahl ist da schwarz !
Nun stehen im Bastelbereich also 2 Coupe S und eine C1 Limousine, das könnte man schon als kleines C1-Treffen bezeichnen ;-)



Nun war auch endlich die Stunde der Bearbeitung des Innenbodens des orangen Coupe gekommen, auf die ich schon lange gewartet hatte. Es zeigten sich einige Schweißarbeiten des Vorgängers, die mehr oder weniger mit Zinkstaubfarbe "versiegelt" worden waren, was ich natürlich restlos entfernt habe, da diese Schicht zu uneinheitlich und lückenhaft war und teils auch Rost von Zink verdeckt war. Darüberhinaus wird die Wirkung der Zinksprays den Erwartung nicht gerecht und fällt deutlich gegenüber werksseitiger Feuerverkinkung ab ! Der Name allein machts eben nicht .. :lol:



Bei Sunny stand die Reparatur eines hinteren Doms an, für den ich ein passendes Blech angefertigt habe, was fertig auch gut passt :)
Ebenfalls keine schöne Arbeit, stundenlang im Kofferraum zu hocken, anzupassen und zu schweißen :lol:



Nach den üblichen Grundierungsarbeiten mit zwei Schichten Roststopp-EP und mehreren Schichten weißem Acryllack habe ich dann zum ersten Mal sämtliche Schweißnähte, werksseitige und reparaturbedingte, mit Karosserie-Dichtmasse versiegelt, um bei schwer erkennbaren Spalten und Undichtigkeiten des Bodens auf der sicheren Seite zu sein. Die werksseitigen Ablauflöcher für die Tauchgrundierung habe ich gleich mit wegoptimiert ;-) Vermeidbare Risiken vermeiden ! ;-)



Nachdem auf die Karroseriedichtmasse wiederum weißer Lack aufgetragen war, um auch darin mögliche Löcher sehen zu können, habe ich, ebenfalls zum ersten Mal, eine Lage Chassislack mit dem Pinsel aufgetragen, was gegenüber dem Spritzen den Vorteil geringerer Lösemittelabgabe während der Verarbeitung hat -Lippentaubheit und Benommenheit ist mit aus einem anderen Projekt bekannt, bei dem ich lösemittelhaltige Wandfarbe mit einem Airless-Kompressor verarbeitet hatte - allerdings nicht sehr lange :lol:



Nach längeren Recherchen und Diskussionen mit nicht wirklich befriedigendem Ergebnis probiere ich jetzt folgenden Schichtaufbau aus (mit Schichtigkeit) für dem Innenboden des orangen Coupes:

Roststopp-EP (2 wo völlig rostfrei, sonst 3), weißer Sprüh-Acryllack (2-3), Karosseriedichtmasse (wo nötig), Chassislack dick gepinselt (1), Unterbodenschutz (Schichtdicke noch zu testen), Chassislack gepinselt (1).

Diese Abfolge mit dem abgedeckten U-Schutz soll eine hinreichende Entdröhnung des Bodens ergeben, ohne Dämmmatten aufzukleben, was ich wegen der kaum herstellbaren Blasenfreiheit der Verklebung (es resultieren also meist viele kleine Lufteinschlüsse) und der nicht herstellbaren bündigen Verklebung nicht für die Lösung der Wahl halte. Im Werkszustand waren Bitumenmatten aufgeklebt, die allerdings heute wegen ihrer Wirkung auf den menschlichen Organismus nicht mehr verwendet werden können. Die originalen zeigten etliche Unterrostungen, auch an Stellen, die eigentlich noch fest und vollständig verklebt waren, an denen also eine Zufuhr von Luft oder Wasser von außerhalb nicht vermutet werden konnte ! Ursache für die Entstehung von Rost dürfte dort also eingeschlossene Luft gewesen sein ..
Der Decklack schließlich dient sowohl dem Schutz des Teppichs vor dem UBS als auch der Versieglung nach oben gegen Ausdünstungen, immerhin enthält der UBS hinreichend Toluol, was zwar zum allergrößten Teil in der Trocknungsphase ausdiffundieren sollte, aber auf den verbleibenden Rest hat später niemand wirklich Lust ... ;-) Auf diese Weise sollte sich eine vollständig geschlossene UBS-Schicht, abgedeckt von einer vollständig geschlossenen Schicht Chassislack ergeben, so daß der Boden vor Feuchtigkeit aller Art (flüssig durch Eintrag ins Auto sowie kondensierend - Temperaturunterschied Boden-Innenraum !) geschützt sein dürfte und er gleichzeitig bei weitem nicht mehr so stark schwingen und Schall leiten dürfte, als wäre es nur lackiertes Blech, denn mit der aufgebrachten Masse dürfte sich eine gewisse Dämmung des Körperschalls einstellen. Hier gilt tatsächlich mal "viel hilft viel" :lol:


Der Turbo
oder: Was lange währt ...

Nachdem ich mittlerweile 23 Jahre (seit 1988) Audi 100 Typ 44 fahre, Vierzylinder, Fünfzylinder, Vor-Facelift-er mit dem kantigen, pultartigen Armaturenbrett und Nach-Facelift-er mit dem zeitlos elegant geschwungenen Armaturenbrett, Limousinen und Avant, gab es doch die ganze Zeit eine Konstante: der turbo war tabu - jedes Stück Technik kann defekt gehen und ein hochbelastetes umso eher.. Nach diesen 23 Jahren, in denen ich auf der Straße vermutlich Millionen von Turbos begegnet bin, die offensichtlich laufen, und seien es ordinäre Turbo-Diesel, lag nun endlich die Bereitschaft für den ersten Audi 200 turbo vor, natürlich als Quattro ! Spannend ist das Modell ja auch auch dadurch, daß es über viele Jahre Audis Topmodell und Speerspitze in Richtung Oberklasse war - und für einen Moment sogar die schnellste Serienlimousine !

Das telefonisch als läuffähig und auf eigener Achse überführbar gekaufte und zur Abholung drei Tage später vereinbarte Auto erwies sich bei der Abholung in über 500 km Entfernung dann allerdings als komplett startunwillig, da der Anlasser defekt war. Drei völlig tote Batterien (Spannung unter 1 V !!) und ein elektrischer Widerstand des Fahrzeugs von knapp 1 Ohm deuteten unmißverständlich darauf hin.
Sinnigerweise lag im Fahrzeug ein Meßgerät, was darauf hindeutete, daß der Verkäufer, nach eigener Aussage selbst Mechatroniker, sich wohl schon mit dieser Fragestellung beschäftigt, aber die notwendigen Schlüsse oder Konsequenzen nicht gezogen hatte.
Nun denn, das Fahrzeug war als lauffähig gekauft und die Reise offensichtlich umsonst angetreten, denn ohne Anlasser war das Fahrzeug nicht zu bewegen, da viel Schnee lag und der Wagen nicht angezogen werden konnte. Das war übrigens in der nunmehr doch schon eher langen Geschichte meiner Autokäufe das erste Mal, daß ich einen Wagen nicht zum vereinbarten Zeitpunkt mitnehmen konnte.
Ich hatte strark den Eindruck, daß Benedikt, der mich dankenswerter Weise begleitet hat, noch weitaus weniger Verständnis für dieses Faktum hatte :lol:
Glücklicherweise sah nicht nur ich den Verkäufer sondern auch dieser sich selbst in der Pflicht, den Wagen in den vertragsgemäßen Zustand zu versetzen und zu mir zu überführen, was 2 Wochen später geschehen sollte. kurz vor dem Termin stellte sich dann aber heraus, daß er offensichtlich (oder angeblich) beim Wechseln von Wasserpumpe und Zahnriemen - bei Nachttemperaturen von minus10 Grad - vergessen hatte, Frostschutz ins Kühwasser zu füllen, so daß der Motor einfror - mit dem Resultat folgender möglicher Defekte: Zylinderkopf, Wasserpumpe (die kurz zuvor gewechselte) und zwei Schläuche.
Nachdem das gefixt war gab es noch einige Anläufe, bis der Wagen endlich da war: einmal fehlte offensichtlich die Lust zur Überführung, ein anderes Mal das Spritgeld, ein weiteres Mal ging der Zündverteiler nach wenigen Kilometern defekt, beim nächsten Versuch zeigte sich der Thermostat so undicht, daß nicht einmal gewiß war, mit regelmäßigem Nachfüllen von Kühlwasser an Autobahntankstellen das Ziel zu erreichen. Wie dem auch sei, heute, zweieinhalb Monaten nach der versuchten Abholung, kam der Wagen dann endlich !
Dafür verabschiedete sich die Kamera in meinem Handy, so daß jetzt noch keine Bilder vorhanden sind :(


Bilder ..







Mal abgesehen davon, daß er noch nicht gewaschen ist, denn dafür ist es zur Zeit zu kalt :lol: steht er recht gut da. Irgend ein kluger Kopf hat ihm mal eine unpassende Heckblende verpasst und den Auspuff abgesägt :hmppppf:
Ich bin den Wagen am Montag vom Essener Süden in den Bochumer Norden auf maximale Sparsamkeit gefahren und habe tatsächlich nach Bordcomputer nicht mehr als 7,9 l /100 km verbraucht. Das war allerdings ein völlig spaßbefreiter Fahrstil, bei dem ich zuweilen den Eindruck hatte, jeder 80-jährige führe zügiger :lol: Unter Alltagsbedingungen sieht das sicher etwas anders aus. Die Gasumrüstung ist eh wieder mal Pflicht ;-)
Technisch und ausstattungsseitig gibt es einige Dinge zu tun, dazu später mehr ..


The other way round - Erste vereinzelte Aspekte des Zusammenbaus

Unglaublich, aber wahr: ich hab die ersten Dinge getan, die das Gegenteil dessen darstellen, was ich seit über 2 Jahren anstelle (Zerpflücken und Entrosten), nämlich etwas zusammengebaut :cool:
Es handelt sich relativ gesehen um Kleinigkeiten, wie das Einschweißen des Batteriekastens ins orange Coupe und den Einbau der fehlenden Sitzschienen in beide Coupes, aber es hat den eine gewisse Bedeutungsschwere :lol:
Nachdem der neu aufgebaute Innenboden beim orangen Coupe halbwegs trocken ist - ich hab das Gefühl, es dauert noch Jahre, bis keine Zeitung mehr am Chassislack klebt, immerhin ist der jetzt schon 2 Wochen drauf :lol: - konnte ich sogar mit der Verlegung des Teppichs beginnen ! Die Hutablage und die Rücksitzlehne sind auch schon drin, es wird langsam etwas wohnlicher...
Die Rückbank bleibt erst einmal draußen, weil darunter ja die Batterie liegt, deren Minuspolbefestigung an der Karosserie im übrigen auch im resizierten und neu eingeschweißten Bereich lag und damit neu angebracht werden muß - genauso wie die Gurtbefestigung...
Ebenfalls in dieser Woche habe ich, nachdem die Fahrwerkskomponenten des roten Coupes entrostet und frisch lackiert sind,



nun die beiden Federbeine zerlegt, wozu gewissenhafter Umgang mit Federspannern obligat ist !
An dieserer Stelle sei dringend (!) allen davon abgeraten desgleichen zu tun, die nicht genau wissen, was sie tun !!!
Die Fahrwerksteile sind mit mehreren Lagen Brunox, danach mehrlagig Acryl, dann Chasislack per Pinsel, darauf Steinschlagschutz und abschließend mehrlagig Acryl lackiert. Möge das halten ... ;-)

Die Bestrebung, den Santana wieder auf die Straße zu bringen, hat einen Rückschlag durch etliche kleine Mängel erlitten - immerhin ist eine Vollabnahme vonnöten - darunter ein fehlendes Typenschild, ein fehlendes Wärmeschutzblech am Katalysator, dessen angeblich fehlende E-Nummer und anderes...

t o   b e   c o n t i n u e d . . . soon ;-)

Sooooo.... aus "soon" sind dann doch gut vier sehr anstrengende und schwierige Jahre geworden, u.a. mit der Begleitung meiner dement gewordenen Mutter bis zu dem Tag, an dem sie ihr unbrauchbar gewordenes Ausdrucksmedium namens "Körper" endlich loslassen konnte, einem Prozeß beim Landgericht mit dem "Vermieter" der Halle in Velbert, dessen Verhalten ich besser mit keinem Wort kommentiere :grrrrrrr: und einem gesundheitlichen Zusammenbruch, mit dem mein Körper auf all die Überforderung reagierte ...

Nachdem klar war, daß die Halle in Velbert nicht zu halten sein würde, solange sie dem selben Menschen gehören würde, mußte schnell Ersatz her. Trotz großem Einsatz und Besichtigung auch der abgelegensten und teils nicht wirklich passenden Objekte ließ sich ein geschlagenes Viertel Jahr kein Objekt finden, das halbwegs bezahlbar gewesen wäre, auch in größeren Konstellationen mit mehreren Mitmietern. Am Ende tat sich plötzlich und unerwartet eine Möglichkeit auf, die bezahlbar war, wenn auch bauliche Mängel wie diverse Undichtigkeiten bzgl. Wasser und Wind, das Fehlen eines eigenen Wasseranschlusses und eines WCs sowie einer Heizung dagegen sprachen. Aber in der Not beißt der Teufel ja auch schon mal auf Chitin. Seit Dezember 2012 sind wir nun in Essen-Horst ..
Ein großer Dank an diejenigen meiner Freunde, die den Umzug der Halle in dieser Zeit weitgehend ohne meine Mithilfe bewältigt haben, weil ich gesundheitlich völlig am Boden lag.. !!!

Seit zwei Wochen bin ich nun wieder dran !!!

Sagen wir mal, ich habe angefangen und bin dabei, eine Wand an Hürden einzureißen, die sich mir beim Versuch, weiterzumachen in den Weg stellte: Die Espressomaschine schmeißt reproduzierbar die Sicherung raus, die Musik spielt nicht mehr, die zweite Bühne geht immer noch nicht, Grund unklar, die Hallentore neigen mittlerweile dazu, aus der Führung zu springen und man kriegt sie allein ohne Werkzeug nicht wieder rein, durch die Wellblechwände ranken mittlerweile sehr viele viele Meter lange Gewächse, daruter stachelige Brombeeren, alle gelaterten Batterien sind tot, das Ladegerät hatte ich wohl zwischendurch mal verliehen, keine Ahnung mehr an wen.., der Werkstattofen tuts nicht mehr, weil ein Vogel ein Nest im Abzug gebaut hat, an den kommt man aber gar nicht dran, weil sich hinter der Halle eine unglaubliche Wildnis breit gemacht hat, die erstmal einen Rodungseinsatz erforderlich macht, die Ölgebläseheizung schmeißt immer noch den FI raus, Grund unklar, gefühlte Tonnen an Staub und Laub (Halle undicht ..) liegen auf ALLEM .. Und ich habe alle Fäden verloren ! Wo ist mein Werkzeug, in welchem Zustand waren die einzelnen Autos, wo hatte ich aufgehört, was ist noch zu tun, ist alles geleistete noch OK .. ???

In der Halle stehen derzeit die beiden Coupe S, eine C1 Limo und eine 43er Limo. Diese sollen nun langsam voran gebracht werden mit dem Ziel, in Jahresfrist den ersten auf der Straße zu haben.
Zu den aufgetretenen Widerständen gehört auch der defekt gegangene Schweiß-Chinese, der das Abfordern maximalem Strom von 140 A schlicht mit einem abrauchenden Trafo beantwortete. Da ein Ersatz vom Hersteller bzw. Vertreiber nicht geliefert werden kann und das Neuwickeln teurer ist als das ganze Neugerät, kommt jetzt ein richtiges Schweißgerät ins Haus, nicht neu aber dafür ein Oldtimer: 30 Jahre ! Ein Merkle Industrieschweißgerät, welches bei 300 A noch Dauerlast abkann ! Herstellerüberprüft und komplett ist es so gerade noch im Bereich des Bezahlbaren, wenn auch mehr als doppelt so teuer wie der alte Schweiß-Chinese. Dafür ist die Ersatzteilversorgung garantiert und nach Aussage des Herstellers, der seine eigenen Gebrauchtgeräte in beliebigem Alter selbst anbietet, steht den nächsten 30 Jahren Betrieb nichts entgegen. Das ist doch mal eine Lösung - fast wie bei meinen alten Alltagsautos .. :) Aufgrund des Gewichts von einer viertel Tonne (jawohl: 250 kg) ist es nicht ganz so mobil wie das alte, aber mit 20 m Anschlußkabel sollte es überall in der Halle einsetzbar sein ;-)

Und da etwas nettes auch mal sein muß, erhielt ich einen schönen, bereits abgeschriebenen Zweitakt-Kompressor mit 315 l / Minute Luft-Output geschenkt :)



Irgendwie mußte ich einen Anfang finden und da boten sich harmlose Spachtelarbeiten an, die Arbeit mit Maschinen bot mir noch zuviel Unwägbarkeit: wo sind sie, funktionieren sie, hab ich alle Schleifmittel da .. ?

Das nächste war dann das Entrosten eines Schloßßträgerbleches, der erste Maschineneinsatz: Bohrmaschine (im übrigen ein Erbstück) und Dremel Fortiflex, und siehe da, es geht noch wie früher .. ! :)



Da die letzten Jahre mein altes Vorgehen, nach dem Entrosten Brunox und Acryllack zu verwenden, ein wenig relativiert haben, probiere ich jetzt das vielerorts gelobte Brantho Korrux aus. Hintergrund: wenn man mit der Schleifscheibe einer Flex entrostet, bilden sich "tiefe" Riefen. Aufgrund der Kohäsion der Mittel Brunox und Acryllack laufen natürlich die Täler - je nach Breite - ein wenig zu, so daß an den Gipfeln weniger Deckung besteht. Offensichtlich waren vor diesem Hintergrund 2 Lagen Acryllack deutlich zu wenig, wie einige teilentrostete Wagen, die in der vergangenen Zeit draußen standen, mir schmerzhaft zeigten. Einige Bereiche sind mittlerweile wieder flächig angerostet - da rächt sich die hygroskopische Eigenschaft des Brunox. Wenn irgendwo Wasser an das Brunox kommt, kann es von da aus langsam alles unterwandern
Nicht nur, daß die ganze Arbeit umsonst war, die künftige ist ein wenig erschwert dadurch, daß das verwendete Brunox als Epoxydharz ein wenig die Schleifmittel verklebt und nur in gesundem Verhältnis mit genug anderem Matierial oder nach häufigem Überstreichen einer Fläche rückstandslos beseitigt werden kann, sondern auch, daß ich jetzt bereits weniger gesundes Metall zugrunde liegen habe, als zu Beginn !
Natürlich gibt es auch ein paar Flächen, die noch völlig intakt sind, vermutlichwar ich da öfter mit Acrly drüber gegangen.
In einem Gespräch mit einem fachlich versierten Lackierer, sagte dieser, er kenne viele Lackierer, die auf Brunox schwären uns es gerne und schon lange einsetzen. Es waren also wohl die Bedingungen sehr unebene Fläche und nicht hinreichende Überdeckung, die den Mißerfolg brachten.


Heute war ein Elektriker da, um uns bei der Beseitigung unserer Elektrik-Problem zu helfen. Ergebnis: die Heizung läuft jetzt ohne den FI rauszuschmeißen. :) Verantwortlich für das Porblem mit der Heizung waren Brücken zwischen dem Nulleiter und der "Erde" (PE Schutzleiter), mit denen sämtliche drei verbauten CEE-Drehstrom-Kupplungen ausgestattet waren und die ich in Unkenntnis nicht entfernt hatte. Die Bühne scheint immer seltener die Sicherungen rauszuschmeißen (nicht nur die flinken Automaten sondern auch die Schmelzsicherungen, was sehr ärgerlich ist, wenn gerade keine mehr da sind), vielleicht sind die Schütze nach Jahren der Nichtbenutzung (sie stand auch beim Vorbesitzer schon lange unbenutzt in der Scheune) einfach zu wenig verharzt gewesen.. Noch vor einer Woche hatten wir das klappradfarbene Coupe zwar hoch bekommen, aber nicht mehr herunter .. lol



den ersten kleinen Bereich des Bodens habe ich nun bereits von allem befreit, inspiziert und neu grundiert, gut zu erkennen sind die Schweißnähte eines bereits vom Vorbesitzer eingeschweißten Bleches, die ich in tadellosem Zustand vorfand. Auf keinen Fall hätte ich mich aber darauf verlassen wollen .. ;-)



Der Geschenkte Kompressor ist mittlerweile an den Drehstrom angeschlossen und braucht nur noch ein wenig Hanf und Dichtmasse ..

Ein hausgemachtes Problem versuche ich gerade unkonventionell zu lösen: ich hatte bei einer großen, bekannten Feinkosterie, die es in Deutschland in einer Nord- und einer Süd-Fraktion gibt, "Metall-Schutzlack" mitgenommen und ahnungslos auf der bereits angewendete Brantho gestrichen, mit dem ich den Kofferraum der Platte behandelt hatte, der die vier Jahre alles andere als gut überstanden hat: da der Kofferraum offen stand und es ein wenig von oben durch unser super dichtes Dach tropfte, hatte sich dort wieder Rost gebildet. Auch das geht auf das Konto Brunox-und-zu-dünne-Abdeckung !
Nachdem ich zwei Tage zur Trocknung hatte verstreichen lassen, wollte ich wie üblich weißen Acryl-Lack aus der Dose auftragen für die Lackiervorbereitung und siehe da, die Lösemittel des Acryl reagieren mit dem Lack udn es bilden sich feine erhabene Linien !
Daraufhin habe ich mal ein wenig auf der Dose gelesen und die Hotline des Herstellers angerufen: es handelt sich um einen Kunstharzlack, der nicht mit Acryl-Aufträgen kompatibel ist. Darüber hinaus - nicht erwähnt auf der Dose - sei es ein sogenannter "Bautenlack",



der von der Endfestigkeit nicht besonders empfehlenswert sei für den Karosseriebereich. die einzige Möglichkeit, Kompatibilität zu schaffen sei, 1-k-wasserbasierten Lack aufzutragen und nach dessen Abhärten Acryl aufzutragen. Und genau das versuche ich gerade ..
An ebendiesem Auto haben wir dann auch angefangen, den Batteriekasten zu restaurieren, dazu war es nötig, den Halter teilweise herauszutrennen, um den Untergrund und den Halter selbst besser entrosten zu können.

Was in der Zwischenzeit noch alles geschehen ist .. Unter anderem Zeigt sich mittlerweile an fast allen Autos Lackierbadarf, mein Erstwagen, ein Audi 100 Avant 2.3 von 1990 hat während des letzten schweren Sturms fast ein großer Baum erlegt. Zum Glück schlug er ziemlich genau einen Meter neben dem Avant längs auf, so das der nur einige dicke Äste, nicht aber den Stamm abbekam. Die Reling scheint doch stabiler zu sein, als man dem Ansehen nach urteilen würde. Bis auf ein paar recht kleine Beulen, eine beschädigte Fensterdichtung und etwas "Lack ab" hat er es beeindruckend gut überstanden !

Und dann gibt es noch ein neues Familienmitglied, einen Immigranten, den Schweizer namens "Rütli"



Ein spätes schweizer Coupe, Bj. 1988, EZ Feb. 1989 (!), für den Export mit dem 2,3 l Fünfzylinder-Motor MKB NG aus dem Nachfolger ausgestattet. Läuft sehr ruhig, liegt nach Einbau neuer Sachs Gasdruckstoßdämpfer satt und komfortabel zugleich, trägt nicht zu Unrecht das GT im Namen.

Die üblichen kleinen Reparaturen an allen laufenden Autos und eine etwas größere an meinem Gefährte, einem 1980er Audi 100 Avant: dem Schraubenzieher des Prüfers gelang des bei der HU, in verbotene Bereiche vorzudringen, Ursache was ein mittlerweile abgefaulter Verstärkungsrahmen am Stehblech rechts zwischen Motorraum und Radhaus, den wir nun nachmodelliert haben. Durch den Einsatz verzinkten Bleches, von zweilagig Owatrol auf den nicht ganz rostfrei zu bekommenden Blechen und Brantho Korrux darüber sollte da jetzt erstmal längere Zeit Ruhe herrschen !



Das Abschlußblech war - schon bei Kauf - nicht mehr im besten Zustand, so daß dieses auch teilersetzt wurde. Leider hat der damit vor einigen Monaten beauftragte Reparateuer - mir fehlte dazu die Zeit - erst einmal die Hinterseite zu grundieren vergessen. Man muß eben alle außer Haus gegebenen Arbeiten, so gut man kann, überprüfen .. ;-(

Ich weiß nicht, warum ich im Laufe meines Lebens die Meinung entwickelt habe, Deutschland sei keine Bananenrepublik, aber es gibt Tage, an denen diese deutlisch erschüttert wird. Nach dem Tod des kleinen Schweiß-Chinesen habe ich mich umgeschaut, welcher Schweißgeräte als qualitativ hochwertig gelten und da ist mir natürlich die Firma Merkle untergekommen, die interessanterweise auch noch ihre eigenen Gebrauchtgeräte wieder zum Kauf anbietet. Es natürlich ein für den Hobbyisten gerade noch bezahlbares Gerät werden, was eh eine kaum lösbare Aufgabe angesichts des Preisniveaus darstellt. Glücklicherweise gibt es jedoch kein Alters-Limit im Angebot und so konnte ich mich für ein 30 Jahre altes Gerät entscheiden, ein Merkle ME 400 DW, die 400 in der Typenbezeichnung steht für den maximalen Strom, 400 A liefert es noch bei 100% Einschaltdauer ! Ein Industriegerät, ausdrücklich.

So, der Schwabe schweißt ! :)) Natürlich lief wieder etwas schief, das vereinbarte telefonische Avis der Spedition blieb aus, so daß Spediteuer vor verschlossener Tür stand und ein Nachbar die 250 kg schwere Palette annehmen mußte. Auch aus dem vereinbarten 20 m Drehstrom-Kabel ist ein gerade mal 7 m langes geworden, was vorn und hinten nicht reicht .. :grrr:



Am WE habe ich angefangen, die wichtigsten Bastelorte mit Planen abzuhängen, damit die Wärme nicht so schnell verloren geht



Frag mich keiner, wie ich den Himmel des Zelts über der Bühne dahin gekriegt hab .. lol Oder, falls jemand ähnliches vorhat: fragt .. !



Sunnys Wasserkasten hatte ich vor einigen Jahren lol schon entrostet, aber nachdem er lange Zeit unversiegelt gestanden hatte, bei Luftfeuchtigkeiten von zuweilen über 90% in der Halle, war er nun wieder fällig. Zwei Stunde mit dem Dremel später sah das dann so aus



und dann kam, für den Fall, da der Rost nicht ohne größeren Materialverlust 100% (sondern nur 99,95%ig) entfernt werden konnte, als neue Behandlungsmethode, Owatrol-Öl darauf, bevor nach entsprechender Trocknungszeit eine gute Grundierung aufgebracht wird.



Die Plane unter dem Carport hat sich bewährt: die Ölgebläseheizung erwärmt die Luft darunter binnen weniger Minuten auf eine angenehme Temperatur :) Ebenfalls an diesem Wochenende dran war das klappradfarbene Coupe, dessen Unterboden ein wenig, sagen wir mal, bedürftig ist ... lol

Hier entsteht gerade ein Stück Bodenblech unter dem Schweller neu auf einer Länge von ca. 50 cm, wo zur Zeit mehr oder weniger ein Nichts wohnt !



Besonders jungfräulich ist der Boden eh nicht mehr:



Teilweise sind schon großzügig Bleche eingescheißt worden. Leider hatte sich bisher wohl niemand die Mühe gemacht, den Unterbodenschutz vollständig zu entfernen - ist ja auch je nach Methode eine ziemliche Drecksarbeit - und mal zu schauen, wo er bereits von Rost unterwandert ist. Das kostet mich nun zusätzliche Arbeitsstunden und an einigen Stellen, an denen der U-Schutz noch gut aussah, erwies sich meine Anstrengugn als höchst sinnvoll !
Wo der Boden bereits fertig ist, wird er sofort versiegelt - das belohnt nicht zuletzt für die vorausgegangene Mühe und hebt die Stimmung :)

43er Erstzulassung km-Stand Vorbesitzer   Bauzeitraum  Bestand (Typ)  Bestand (TSN) HSN TSN Farbe
5S-1 Vinyl 14.08.1979   1   1.8.-31.8.79 1761  367 591 392 inarissilber
5S-4 weiß 1981 137.000 ?     1761   367 591 392  
Avant 5S onyx 12.06.1980   6      122 28 591  396  onyx-grün met.
Avant 5S meteor 22.07.1981        122 28  591 396  meteor-grau met.
C1                    
Limo orange 01/1975 110.000           591 313 cadiz-orange
Limo tizian 8/1975   4         591 313 tizianbraun met. 
Coupé S (VFL) 26.4.1971 110.771          59  591  305  rot (iberisch ?)
Coupé S (NFL) 1974 120.000         591  305  orange 

Die Einschätzung einiger Freunde, es sei in meiner verbleibenden Lebenszeit wohl gar nicht zu leisten, alle Autos instand zu setzen, konnte ich dann irgendwann teilen und Konsequenzen daraus ziehen, so daß ich einige weniger interessante oder weniger gut erhaltene Objekte abgegeben habe:

43er Erstzulassung km-Stand Vorbesitzer   Bauzeitraum  Bestand (Typ)  Bestand (TSN) HSN TSN Farbe
5E 11.06.1979 91.500 3     1761  372 591 386 inarissilber
5S-2 rot       30.9.-31.10.79 1761  367 591 392 malagarot 
5S-3 inaris 31.07.1979       1.8.-31.8.79 1761   367 591 392 inarissilber
5S-5 kupfer 23.06.1978 98.000     1761  367 591 392 kupfer
YV-1 kupfer 01.02.1979   3   30.11.-31.12.78 1761  614 591 384 kupfer
YV-2 kupfer               591 384 kupfer
YV-2 rot CS 11.06.1982       31.10.-30.11.81 1761  614 591 384 gambiarot 
Avant YV 1.3.1980 198.000  1    31.1.-29.2.80  122 28 591 393  dolomitgrau 
Avant 5E inari 1981 199.000           591 395 inarisilber met.
Avant YV onyx 09.05.1980        122 28 591  393   onyx-grün met.
924                    
weiß 1984       1977 - 1985     583 376 weiß
RO 80                    
grün 8/1970 82.000         738 591 427 padmagrün
blau 11/1971 42.000         738 591 427